Schrottmarktbericht April 2026

Gesamte Kreislaufwirtschaft leidet unter den Folgen des Iran-Krieges

Der anhaltende Nahostkonflikt sorgt weiterhin für spürbare Verunsicherung im internationalen Schrotthandel und beeinflusst die gesamte Kreislaufwirtschaft. Die hohen Energiepreise führen weltweit zu steigenden Produktions- und Logistikkosten. Zusätzlich belasten gestörte Lieferketten den ohnehin fragilen Markt und verstärken die bestehende Unsicherheit.

Insgesamt resultieren diese Faktoren in weiter anziehenden Stahlpreisen. Auch die IKB Deutsche Industriebank bestätigt in ihrem aktuellen Rohstoffradar (April 2026) diese Entwicklung und erwartet bis zum Ende des zweiten Quartals weiterhin steigende Preise.

Im April verzeichneten auch die Stahlschrottpreise eine leichte Aufwärtsbewegung. Bis Mitte des Monats war eine Seitwärtsbewegung der Preise festzustellen. Je nach Bedarf und Auftragslage der Werke stiegen im weiteren Verlauf des Monats die Preise für Altschrott um rund 10,00 Euro pro Tonne, während Neuschrott teilweise um 5,00 Euro pro Tonne höher vergütet wurde. Die Kaufaktivitäten der türkischen Stahlproduzenten, die in den vorangegangenen zwei Monaten zurückhaltend agierten, wurden als einer der Hauptgründe für diese Preisanpassungen identifiziert.

Die Nachfrage zeigte sich hingegen leicht rückläufig und stellt damit eine zusätzliche Belastung für die Stahlrecyclingbranche dar. Viele Stahlwerke agieren vorsichtig und decken ihren Bedarf überwiegend kurzfristig.

Zusätzlich setzen hohe Dieselzuschläge sowie die nach wie vor unzuverlässige Bahnlogistik die Marktteilnehmer unter Druck. In einer Phase steigender Dieselpreise erweisen sich fehlende Waggonkapazitäten als kritischer Engpass, der die Lieferfähigkeit und Flexibilität der Unternehmen beeinträchtigt.

Aussichten

Der Mai ist traditionell durch zahlreiche Feiertage geprägt, wodurch sich die Anzahl der Produktionstage reduziert. Entsprechend dürfte die Nachfrage der Stahlverbraucher etwas nachlassen. Auch vom Exportmarkt sind derzeit kaum Impulse zu erwarten. Das Schrottaufkommen wird aufgrund der geringeren Anzahl an Produktionstagen zurückgehen. Angebot und Nachfrage werden für die Preisentwicklung ausschlaggebend sein.

Metalle

Die Preise für Industriemetalle zeigten sich trotz des Nahost-Kriegs und der Schließung der Straße von Hormus robust. Der Index der London Metal Exchange (LMEX) erreichte in KW 17 sogar ein neues Rekordhoch. Commerzbank Research sieht die Preistreiber dafür auf der Angebotsseite. Dies trifft insbesondere auf Aluminium zu, da die Golfregion ein wichtiger Anbieter von Primäraluminium ist.
(Quelle: Commerzbank Research, April 2026)

Legierter_Schrott

Nickel

Die Nickelnotierung hat in letzter Zeit erheblich zugelegt und liegt aktuell bei über 19.000,00 US-Dollar pro Tonne. Trotz dieser Preissteigerungen sind die Auswirkungen auf die Preise für Edelstahlschrotte begrenzt. Die Werke haben ihren Bedarf zurückgefahren und passen ihre Nickel-Inhaltspreise entsprechend an. Im Kontrast dazu erleben wolframlegierte Werkstoffe eine explosive Preisentwicklung, was auf eine spezifische Nachfrage in diesem Segment hinweist.

Aluminium

Aluminium

Wie schon im letzten Jahr kommt es erneut zu Engpässen bei Sekundär-Aluminiumschrotten. Die Verfügbarkeit hat sich deutlich verschlechtert. Die Sekundärschmelzwerke sind gut ausgelastet und berichten von einer guten Auftragslage.

Die Preise für Sekundäraluminium sind stark angestiegen, was auch die Kosten für Umschmelzblöcke in die Höhe treibt. Die Sperrung der Straße von Hormus hat die Lieferungen von Primäraluminium nahezu zum Erliegen gebracht, was die Preisanstiege zusätzlich verstärkt.

Commerzbank Research hebt hervor, dass die Angebotsseite der Haupttreiber dieser Preisentwicklung ist, insbesondere in Anbetracht der Rolle der Golfregion als bedeutender Anbieter von Primäraluminium.
(Quelle: MBI NE-Metalle Monitor, 24.04.2026)

Kupfer

Buntmetalle

Die Kupferpreise sind seit Jahresbeginn um fast vier Prozent gestiegen und erreichten Ende Januar ein Rekordhoch von 14.528,00 US-Dollar pro Tonne. Allerdings fielen die Kurse im März zeitweise unter 12.000,00 US-Dollar pro Tonne – aufgrund der Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg.

Der Kupfermarkt bleibt angespannt und volatil, wobei die Werke ihre Hüttenaufschläge je nach Kursniveau an die zusätzlichheiten anpassen. Die Versorgung mit Kupferschrotten scheint derzeit gesichert zu sein, doch die hohen Energiekosten und die Beschaffung zentraler Betriebsmittel, wie beispielsweise Schwefel, stellen weiterhin große Herausforderungen dar. (Quelle: MBI NE-Metalle Monitor, 10./24. April 2026)

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Die Informationen zur Marktlage dienen ausschließlich der unverbindlichen Information der Kunden und Interessenten der Schuler Rohstoff GmbH. Keine der in diesem Dokument enthaltenen Informationen ist als Aufforderung zu einer Transaktion zu verstehen. Es wird keine Gewähr für die Vollständigkeit, Genauigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Informationen übernommen.

Aufgrund unvorhersehbarer Risiken, Ungewissheiten und sonstiger Faktoren kann es bei in die Zukunft gerichteten Aussagen zu Abweichungen von den hier gegebenen Einschätzungen kommen. Alle unter Berücksichtigung dieser Informationen ergriffenen Transaktionen erfolgen auf eigene Verantwortung. Jegliche Haftung wird ausgeschlossen.

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Schrottmarktbericht März 2026

Konsolidierung der Stahlschrottpreise

Im März bestätigte sich die insgesamt feste Marktlage mit einer erfreulich guten Nachfrage seitens der Stahlwerke. Die Preise blieben, wie erwartet, weitestgehend stabil. Werke, die im Vormonat ihre Preise nicht angepasst hatten, standen aufgrund der guten Nachfrage unter Druck, sodass es je nach Region und Sorte zu Preisveränderungen kam, die von minus 10,00 Euro pro Tonne bis plus 20,00 Euro pro Tonne reichten.

Die Preise scheinen sich dem Preisniveau im Süden angeglichen zu haben, wo es überwiegend zu einer Seitwärtsbewegung bis hin zu leicht abgeschwächten Preisen kam.

Bemerkenswert ist, dass sich die türkischen Importeure bereits seit Februar fast gänzlich vom Tiefseemarkt zurückgezogen hatten und auch im März keine nennenswerten Kaufaktivitäten zeigten. Dennoch waren die deutschen und europäischen Stahlwerke gut ausgelastet, und der Bedarf an Schrott blieb konstant. Das deutlich geringere Schrottangebot trug zusätzlich zur Preisstabilität bei.

Insgesamt zeigte sich der Markt damit weiterhin robust und ausgeglichen.

Aussichten

Aufgrund des Krieges im Nahen Osten ist derzeit schwer abschätzbar, wie sich der Markt in den nächsten Monaten entwickeln wird. Nach einer rund dreiwöchigen Ruhepause haben die türkischen Verbraucher ihre Aktivitäten am Tiefseemarkt deutlich verstärkt. Aufgrund stark gesunkener Lagerbestände kaufen die türkischen Verbraucher derzeit wieder vermehrt ein, und dies auch zu deutlich höheren Preisen.

Auch in Deutschland und Europa zeigt sich die Nachfrage der Stahlwerke stabil. Trotz der zuletzt stark gestiegenen Energiepreise, die ebenfalls auf die Konflikte im Nahen Osten zurückzuführen sind, rechnet die Branche mit weiter steigenden Stahlschrottpreisen. Marktteilnehmer gehen derzeit von einem Anstieg zwischen 10,00 und 20,00 Euro pro Tonne im kommenden Monat aus. Belastend für die Kreislaufwirtschaft insgesamt sind die stark gestiegenen Transportkosten von derzeit etwa acht Prozent.

Insgesamt zeichnet sich für den Monat April eine feste, in Teilen sogar freundliche Preistendenz ab. Eine anhaltend gute Nachfrage bei gleichzeitig überschaubarem Angebot dürfte den europäischen Schrottmarkt weiterhin stützen und für ein insgesamt stabiles Preisniveau sorgen.

Metalle

Mit Ausbruch des Krieges im Iran haben auch die Preise für alle Industriemetalle nachgegeben. Der wichtigste Preistreiber für die Metalle ist seit Anfang März der Ölpreis, allerdings mit umgekehrten Vorzeichen: Steigt der Ölpreis, fallen die Metallpreise – und umgekehrt, ausgenommen Aluminium. (Quelle: Commerzbank Research, 24.03.2026

Legierter_Schrott

Nickel

Der Markt für legierte Schrotte zeigte sich im Monat März für alle Sorten sehr freundlich. Die Preise haben sich dank einer guten Nachfrage der Edelstahlwerke insgesamt je nach Sorte und Verfügbarkeit um bis zu 100,00 Euro pro Tonne nach oben bewegt. Gegen Monatsende hat sich die Stimmung jedoch verändert. Die Nachfrage der Werke ließ spürbar nach. In der letzten Dekade des Monats haben sich die Preise leicht nach unten bewegt.

Für den Monat April erwarten wir eine weiterhin volatile Marktlage.

Aluminium

Aluminium

Der Krieg im Iran hat große Auswirkungen auf den Aluminiummarkt und bedroht die weltweite Aluminiumversorgung. Aluminium Bahrain, Betreiber einer der größten Aluminiumhütten der Welt, hat bereits bekannt gegeben, die Auslieferungen vorläufig zu stoppen. Parallel dazu musste Norsk Hydro seine Produktionskapazitäten in seinem Werk in Katar deutlich herunterfahren, um auf die angespannten Energie- und Rohstoffbedingungen zu reagieren. (Quelle: MBI NE-Metalle Monitor, März 2026)

Diese Entwicklungen schüren die Befürchtung, dass der ohnehin knappe Aluminiummarkt weiter aus dem Gleichgewicht geraten könnte. Marktanalysten halten daher massive Preissteigerungen für dieses strategisch wichtige Industriemetall in den kommenden Wochen nicht für ausgeschlossen. Die Preise für Sekundäraluminiumschrotte haben bereits leicht angezogen. Es bleibt abzuwarten, wie sich auch die steigenden Energie- und Transportkosten auf die Schmelzwerke auswirken.

Kupfer

Buntmetalle

Nach den Höchstständen im Januar 2026, als Kupfer zeitweise über 14.500 USD pro Tonne notierte, hat sich der Kurs weiter konsolidiert. Anfang März erreichte er mit 11.878,50 USD pro Tonne (LME Cash am 24. März) den tiefsten Punkt des Jahres. Zuletzt hat sich die Notierung erholt und liegt aktuell bei rund 12.200 USD pro Tonne.

Das Kaufinteresse der europäischen Metallschmelzwerke für das zweite Quartal ist wieder spürbar gestiegen. Dennoch bleiben die Abschläge im physischen Handel hoch, und nicht alle Kupfersorten werden gleichermaßen nachgefragt. Prognosen sehen für Q2 2026 Durchschnittspreise um 12.500 USD pro Tonne bei einem anhaltenden Defizit von ca. 330.000 t. (Quelle: Morgan Stanley)

Die Kursentwicklung wird maßgeblich von den Entwicklungen rund um den Iran-Konflikt sowie der unsicheren globalen Lage beeinflusst. Kupfer agiert derzeit als klarer Indikator für die Weltwirtschaft und steht unter starkem Druck. Anhaltende Inflation, schwankende Wachstumsraten und steigende LME-Bestände (aktuell 360.250 t) verstärken die Volatilität zusätzlich. (Quelle: Westmetall)

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Schrottmarktbericht Februar 2026

Angebot und Nachfrage regeln den Preis

Im Februar 2026 haben sich die Schrottpreise erneut nach oben bewegt. Je nach Sorte, Werk und Region stiegen die Preise um 5 bis 20 Euro pro Tonne. Diese Entwicklung ist jedoch weniger auf eine konjunkturelle Belebung zurückzuführen als vielmehr auf knappere Verfügbarkeiten im Inlandsmarkt.

Die Auftragslage in weiten Teilen der Industrie bleibt verhalten; einige Branchen arbeiten weiterhin in reduziertem Umfang oder unter Kurzarbeit. Das führt zu einem geringeren Anfall im Neuschrottsegment. Zudem sorgten winterliche Wetterverhältnisse in vielen Regionen für erschwerte Sammel- und Transportbedingungen, was die Erfassung von Altschrotten deutlich bremste.

Das Exportgeschäft hatte im Februar nur begrenzten Einfluss auf den Markt. Der im Vergleich zu Europa schwache Dollar-Euro-Kurs drückte die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Exporte und ließ internationale Absatzmöglichkeiten weitgehend ungenutzt. Entsprechend prägte der Binnenmarkt das Preisgeschehen.

Regional zeigte sich ein ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle: Während im Norden und Nordosten kräftigere Preiserhöhungen durchgesetzt werden konnten, fiel der Anstieg im süddeutschen Raum spürbar moderater aus.

Aussichten

Für März rechnen Marktteilnehmer mit einer Stabilisierung der Stahlschrottpreise. Nach den jüngsten Anpassungen dürften sich die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Werken wieder angleichen. Ein weiterer Preisanstieg wird aktuell nicht erwartet – hierfür müsste das Exportgeschäft deutlich anziehen und neue Impulse liefern. Alles deutet derzeit auf eine Seitwärtsbewegung am Markt hin.

Metalle

Die Unsicherheit an den Metallmärkten hält an. Nach einem kräftigen Preisanstieg im Januar zeigte sich im Februar eine deutliche Konsolidierung, bevor sich zum Monatsende hin wieder ein Aufwärtstrend abzeichnete. Die teils starken Kursschwankungen erschweren derzeit das Tagesgeschäft und führen zu spürbarer Zurückhaltung im Handel.

Hohe Metallnotierungen wirken momentan nicht nachfragestimulierend – weder die Industrie noch der Handel zeigen nennenswerte Belebungseffekte. Insbesondere China als einer der weltweit wichtigsten Verbraucher bleibt in seiner Nachfrage ungewöhnlich passiv. Diese Zurückhaltung dämpft die Marktdynamik, während der Rohstoffsektor insgesamt von spekulativen Bewegungen und schwankenden Wirtschaftsdaten geprägt bleibt. (Quelle: Commerzbank Research)

Legierter_Schrott

Nickel

Am deutschen Markt für Edelstahlschrotte haben sich die Preise für legierte Qualitäten zuletzt leicht gefestigt. Ausschlaggebend ist derzeit vor allem das knappe Angebot an Edelstahlschrott, nicht ein durchgreifender Nachfrage- oder Konjunkturimpuls. Trotz festerer Nickelkurse spiegelt sich die Börsenentwicklung nur gedämpft in den Schrottpreisen wider, da die Werke bei legierten Schrotten kaufzurückhaltend agieren. Das Aufkommen an Edelstahlschrott bleibt auf vielen Plätzen unter dem langjährigen Durchschnitt, da Industrieproduktion und Instandhaltungsaktivitäten in Deutschland weiterhin nur verhalten laufen.

Die Auftragslage der europäischen Edelstahlwerke gilt nach wie vor als angespannt; Importdruck aus Fernost und preisgünstige Fertigprodukte engen die Margen der hiesigen Produzenten ein. Entsprechend agieren die Werke bei Edelstahlschrotten selektiv, sichern sich benötigte Qualitäten zwar zügig, vermeiden jedoch aggressive Preisaufschläge.

Die leichte Preisfestigung bei legierten Schrotten ist daher primär mengengetrieben und nicht durch ein tragfähiges Nachfragefundament unterlegt. (Quelle: MBI Stahl Monitor, IKB Rohstoffpreis-Information)

Aluminium

Aluminium

An der LME notierte Aluminium im Februar 2026 überwiegend in einer Spanne um die Marke von gut 3.000 USD je Tonne, womit die Preise im Monatsverlauf moderat schwankten, im Jahresvergleich jedoch deutlich höher lagen. Branchenanalysen gehen für das erste Quartal von einem Preiskorridor um 3.200 USD je Tonne aus, was die zuletzt leicht feste Tendenz untermauert. (Quelle: Westmetall)

Die Primäraluminium-Seite zeigt sich weiter verhalten, während der Sekundärmarkt fest tendiert und von anhaltend knapper Verfügbarkeit profitiert. Die Notierungen haben sich im Zuge eines freundlichen Börsenumfelds leicht nach oben bewegt, ohne jedoch eine echte Nachfragebelebung in den Abnehmerindustrien zu signalisieren.

Die Auftragslage der Primäraluminium-Schmelzwerke bleibt gedämpft, da zentrale Abnehmerbranchen wie Automobil, Bau und Maschinenbau ihre Abrufe zurückhalten. Im Sekundärmarkt zeigt sich der Aluminiumschrottmarkt fest, getragen von einer anhaltend hohen Nachfrage der Umschmelzwerke nach qualitätsgerechten Schrotten. Trotz rückläufiger Recyclingproduktion im Jahr 2025 meldet die Branche eine Verknappung von Aluminiumschrotten, was zu spürbaren Preisaufschlägen insbesondere bei gefragten Qualitäten führt. (Quelle: MBI NE-Metalle Monitor)

Viele Werke stehen unter erheblichem Kosten- und Margendruck, sind jedoch aufgrund ihrer Schmelzkapazitäten und langfristiger Lieferverpflichtungen gezwungen, weiterhin aktiv am Markt zu kaufen. Dies stabilisiert das Preisniveau im Sekundärbereich und stützt die Prämien für besser einsetzbare, sortenreine Schrottsorten.

Kupfer

Buntmetalle

Kupfer notierte Ende Februar 2026 weiterhin auf sehr hohem Niveau, wenn auch unter dem Rekordhoch vom Januar. An der LME lagen die Cash-Notierungen in der zweiten Februarhälfte überwiegend zwischen rund 12.600 und gut 13.000 US-Dollar je Tonne. Die LME-Lagerbestände sind im bisherigen Jahresverlauf deutlich angestiegen – von etwa 145.000 Tonnen Anfang Januar auf über 240.000 Tonnen um den 24. Februar –, was kurzfristig einen gewissen Puffer signalisiert.

Gleichzeitig rechnen internationale Studien wie die der International Copper Study Group nur noch mit einem sehr moderaten Wachstum der Raffinadeproduktion von unter 1 Prozent im Jahr 2026 sowie mit einem Angebotsdefizit. Große Minen leiden weiterhin unter Stromausfällen, logistischen Engpässen und vorsichtigen Produktionsplänen, was die Angebotssituation strukturell fragil hält. (Quelle: Reuters, ICSG)

Für physische Marktteilnehmer im Kupferhandel bedeutet das aktuelle Umfeld eine Kombination aus hohen Notierungen und ausgeprägter Volatilität, die das Hedging und die Kalkulation erschwert. Die gestiegenen LME-Bestände nehmen kurzfristig etwas Druck aus der Spotversorgung. Abnehmerindustrien zeigen sich bei diesem Preisniveau teilweise zurückhaltend. Auch der Handel agiert vorsichtig, da die Kupferhütten ihre Abschläge deutlich erhöht haben, um die hohe LME-Notierung abzufedern. Erschwerend kommen späte Anlieferungstermine hinzu.

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Schrottmarktbericht Januar 2026

Stahlschrottmarkt: Dynamischer Start ins neue Jahr

Der Stahlschrottmarkt ist mit einem erfreulich positiven Signal ins neue Jahr gestartet. Nach den turnusmäßigen Werksstillständen über die Weihnachtsfeiertage meldeten sich die Stahlwerke mit spürbar gestiegenem Bedarf zurück. Angesichts eines saisonal schwachen Zulaufs im Januar überstieg die Nachfrage das verfügbare Angebot deutlich.

Zusätzliche Impulse kamen zeitweise vom Exportmarkt, der sich zu Monatsbeginn belebt zeigte, jedoch bereits zur Monatsmitte wieder an Dynamik verlor. Belastend wirkten zudem die anhaltend schwierigen Witterungsbedingungen: Schnee und Eis erschwerten Logistik und Erfassung und dämpften den Handelsfluss.

Insgesamt führte die angespannte Angebotslage zu einer spürbaren Preiserholung. Je nach Sorte legten die Schrottpreise um rund 10,00 bis 15,00 Euro pro Tonne zu. Damit setzte der Markt zum Jahresauftakt ein positives Zeichen – auch wenn die weitere Entwicklung maßgeblich von der Nachfrage- und Wetterlage in den kommenden Wochen abhängen wird.

Aussichten

Die Auftragslage der Stahlwerke in Deutschland sowie im benachbarten europäischen Ausland zeigt sich für die kommenden zwei Monate stabil bis gut. Damit ist der Absatz von Stahlschrott vorerst gesichert und bietet dem Markt eine solide Grundlage.

Auf der Exportseite zeichnet sich hingegen ein differenzierteres Bild ab. Bereits zur Monatsmitte haben Exporteure ihre Preise zurückgenommen. Der weiterhin starke Euro erhöht den Wettbewerbsdruck und zwingt europäische Schrottanbieter, ihre Gebotspreise an die Hafenläger anzupassen.

Für den Februar wird das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage maßgeblich die Preisentwicklung bestimmen. Vor diesem Hintergrund rechnen wir mit einem insgesamt stabilen Marktumfeld und erwarten gleichbleibende bis leicht steigende Schrottpreise.

Metalle

An den Industriemetallmärkten wurde Mitte des Monats fast das Rekordhoch des LMEX aus dem Jahr 2022 erreicht. Zum Monatsende ist die Luft vorerst raus. Laut Commerzbank Research wird der Markt die zum Monatswechsel anstehenden Stimmungsindikatoren im Hauptabsatzmarkt China abwarten, bevor möglicherweise noch vor dem chinesischen Neujahrsfest ein neuer Anlauf auf die alten Rekordmarken unternommen wird.

Legierter_Schrott

Nickel

Im Einklang mit der Entwicklung anderer Industriemetalle konnten auch die Nickelnotierungen in den vergangenen Wochen zulegen. Auf den Schrottpreis für legierten Stahlschrott wirkte sich dieser Anstieg jedoch bislang nur sehr begrenzt aus. Die Preise verharren weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Hintergrund hierfür ist die nach wie vor äußerst angespannte Auftragslage der Edelstahlwerke. Zusätzlich verstärkt der zunehmende Zufluss preisgünstiger Edelstahlimporte aus Fernost den Wettbewerbsdruck auf den europäischen Markt. In der Folge bleibt die Nachfrage nach legierten Stahlschrotten verhalten, sodass sich trotz steigender Nickelkurse bislang keine nachhaltige Preiserholung einstellen konnte.

Aluminium

Aluminium

Auch die Aluminium-Notierungen konnten vom allgemeinen Aufwärtstrend an den Metallmärkten profitieren. Vor dem Hintergrund einer weiterhin unsicheren Versorgungslage im Primäraluminiumbereich zogen die Spotmarktprämien für Primäraluminium erneut an.

Auf der Nachfrageseite bleibt die Situation jedoch angespannt. Insbesondere im Automobilsektor ist die Auftragslage weiterhin unbefriedigend, wodurch sowohl verarbeitende Werke als auch Aluminiumschmelzwerke unverändert unter wirtschaftlichem Druck stehen. Trotz dieser Rahmenbedingungen zeigt sich der Absatz von Primäraluminiumschrotten stabil bis gut.

Die gestiegenen Aluminiumkurse führten zusätzlich zu einer erhöhten Angebotsbereitschaft am Markt und setzten weitere Mengen frei. Ein vergleichbares Bild ergibt sich im Sekundärbereich: Die höheren Blockpreise wirkten sich unmittelbar auf die Schrottpreise aus, sodass auch die Notierungen für Sekundär-Aluminiumschrotte spürbar zulegen konnten. (Quelle: MBI Metalle Monitor, 30.01.2026).

Kupfer

Buntmetalle

Der Kupfermarkt startete mit außergewöhnlicher Dynamik ins neue Jahr. Bereits zum Jahreswechsel schossen die Notierungen nach oben und markierten bei USD 13.407,00 pro Tonne den ersten Höhepunkt. Nach einer kurzfristigen Konsolidierung auf einem weiterhin hohen Niveau um USD 13.000,00 pro Tonne setzte sich der Aufwärtstrend erneut fort und führte kurz vor Monatsende zu einem neuen Allzeithoch von USD 14.379,00 pro Tonne.

Nach Einschätzung des MBI Metalle Monitor ist dieser extreme Preisanstieg weniger auf fundamentale Faktoren zurückzuführen, sondern vielmehr Teil einer breiteren, spekulativ getriebenen Erholung an den Metallmärkten. Ein schwächerer US-Dollar sowie die verstärkte Nachfrage von Investoren nach physischen Sachwerten sorgten für zusätzlichen Rückenwind. Als wesentlicher Preistreiber gelten dabei spekulative Engagements chinesischer Finanzmarktakteure, insbesondere an den Börsen in Shanghai. (Quelle: MBI Metalle Monitor, 30.01.2026)

Auf der physischen Marktseite zeigte sich jedoch ein deutlich anderes Bild. Die hohen Notierungen lösten eine massive Angebotswelle bei Kupferschrotten aus, die vom Markt kaum noch aufgenommen werden konnte. In Reaktion darauf erhöhten die Kupferhütten ihre Abschläge spürbar. Angesichts der weiterhin schwachen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der verhaltenen Auftragslage reduzieren Hütten- und Umschmelzwerke aktuell ihren Schrottpreisankauf deutlich.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die aktuelle Preisentwicklung nur bedingt durch reale Nachfrage gedeckt ist. Solange sich die industrielle Nachfrage nicht nachhaltig erholt, ist mit erhöhter Volatilität zu rechnen, und das Risiko einer ebenso schnellen Korrektur bleibt bestehen.

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Schrottmarktbericht Dezember 2025

Steigende Stahlschrottpreise im Dezember: eher ein Weihnachtsgeschenk als eine Trendumkehr für das 1. Quartal 2026

Zum Jahresende ist die gesamtwirtschaftliche Lage angespannt, und das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität hat noch nicht die Wirkung gezeigt, von der sich viele Unternehmen einiges versprochen haben. Das ifo-Geschäftsklima fiel im Dezember um 0,4 Punkte auf 87,6 Zähler und blieb damit unter den Erwartungen vieler Volkswirte, die von einer leichten Trendwende ausgegangen waren. Nach wie vor fehlen entscheidende wirtschaftspolitische Reformen, während insbesondere die Negativmeldungen über weiteren Personalabbau in der Automobilindustrie und deren Zulieferer das Bild prägen. Die Stahl- und Recyclingbranche zeigt sich auch in diesem Jahr als Spiegelbild der Gesamtwirtschaft – und damit als verlässliches Konjunkturbarometer.

Im November 2025 sank die Rohstahlproduktion um 2,6 Prozent auf 2,8 Mio. Tonnen. Dabei ging die Oxygenstahlproduktion um 3,4 Prozent auf 1,9 Mio. Tonnen zurück, während sich die Elektrostahlerzeugung um 0,7 Prozent auf 943.000 Tonnen verringerte. Für die Monate Januar bis November 2025 ergibt sich damit ein Rückgang der Rohstahlproduktion von 9,3 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres auf 31,3 Mio. Tonnen.

Das Geschäftsjahr war geprägt von einer spürbar geringeren Schrottnachfrage seitens der Stahlwerke. Rein rechnerisch verringerte sich diese um mehr als 1 Mio. Tonnen im Vergleich zum Vorjahr. Hier fehlte es an Aufträgen in den wichtigsten stahlverarbeitenden Branchen, wie dem Bau, der Automobilindustrie oder dem Maschinen- und Anlagenbau. Gleichzeitig fiel damit auch das Schrottaufkommen. Mit der insgesamt rückläufigen Produktion und weniger Neuaufträgen sank die Schrottverfügbarkeit spürbar, während auch das Exportgeschäft zurückging.

Infolge dieser Entwicklung gaben die Preise im Jahresverlauf nach und reduzierten sich im Durchschnitt zum Jahresende um rund 50 € pro Tonne. Dieser Preisrückgang spiegelt sowohl die schwächeren Bedarfe der Stahlwerke wider als auch die allgemeine Vorsicht der Marktteilnehmer.

Dennoch lässt sich zum Jahresende eine leichte Belebung erkennen: Im Dezember setzte eine moderate Aufwärtsbewegung ein, die vielerorts als Lichtblick am Ende eines schwierigen Jahres gewertet wird. Die Stahlschrottpreise stiegen je nach Sorte und Bedarf um 5,00 bis zu 15,00 Euro pro Tonne. Wieder einmal war der Exportmarkt die Triebfeder für die Preissteigerung.

Aussichten

Beim 2. Mittelständischen Stahlgipfel am 21. November 2025 in Berlin standen zentrale Themen der Stahlbranche im Fokus:

  • Verlässliche Senkung der Industriestrompreise
  • EU-Handelsschutz gegen Dumpingimporte (insbesondere aus China)
  • Unterstützung klimaneutraler Produktion mit Fokus auf heimischen Stahl

Die Recyclingbranche bleibt dabei ein wichtiger Partner – ihr aufbereiteter Stahlschrott ist ein zentraler Rohstoff der europäischen Stahlwerke. Eine Umsetzung der genannten Forderungen würde die Kreislaufwirtschaft nachhaltig stärken.

Viele deutsche Stahlwerke setzen bereits auf die Entlastung durch geringere Energiekosten und haben ihre Produktion im Dezember entsprechend angepasst. Für den Jahresbeginn 2026 zeichnen sich erste positive Signale ab. Es ist eine Stabilisierung der Nachfrage und der Preise zu erkennen.

Der Dezember bringt zwar einen versöhnlichen Abschluss für ein schwieriges Jahr, doch eine nachhaltige Trendwende steht noch aus. Die Branche blickt mit verhaltenem Optimismus auf das erste Quartal 2026 – getragen von der Hoffnung auf stabile Rahmenbedingungen und neue Impulse aus der Politik. (Quellen: Ifo-Institut, WV Stahl, BDSV-Marktkommentar Dezember 2025)

BDSV Durchschnittliche Lagerverkaufspreise Bundesweit 2025 Sorte 2/8

Metalle

Der auf LME-Preisen basierende Base-Metals-Index stieg 2025 im Jahresdurchschnitt um rund 3 Prozent. Treiber waren vor allem Energie- und Elektronikmetalle, während konjunktursensible Metalle mit Überkapazitäten bremsten. (Quellen: Expana-Markets, Zincopmetals)

Legierter_Schrott

Nickel

Infolge eines anhaltenden globalen Überschusses an Nickel – insbesondere aus Indonesien – sind die Preise für Nickel im Laufe des Jahres um ca. 10 Prozent zurückgegangen. Während die weltweite Schmelzproduktion von Edelstahl in den ersten neun Monaten 2025 ein Plus von 3 Prozent gegenüber 2024 verzeichnete, sank die Rohstahlproduktion inklusive dem Edelstahlanteil in Europa im 3. Quartal 2025 um 11,3 Prozent. Auch hier herrschte das ganze Jahr über eine schwache Nachfrage, mangels Aufträgen aus der Bau-, Automobil- und Konsumgüterindustrie. (Quelle: IKB-Rohstoff-Information Dezember 2025, Zincopmetals)

Aluminium

Aluminium

Der Aluminiumpreis an der London Metal Exchange (LME) hat 2025 eine sehr volatile Entwicklung gezeigt. Im Mai erreichte der Preis ein Zweijahreshoch von 2.768,00 USD pro Tonne, getrieben durch positive Wirtschaftsdaten aus China. Nach einem Rückgang im Sommer zogen die Kurse im Zuge von Produktionsstörungen bei Minen wie Rio Tinto in Australien wieder an. Sanktionen gegen russisches Aluminium führten erneut zu volatilen Schwankungen. Die Preise haben sich zum Jahresende auf eine Notierung um 2.950,00 USD pro Tonne eingependelt. Hohe Energiepreise, schwache Nachfrage und regulatorische Belastungen haben 2025 zu Kapazitätsreduktionen und Stilllegungen in der deutschen Aluminiumindustrie geführt. (Quelle: LBBW)

Viele Werke sind bereits seit einer Woche in den Weihnachtsferien. Die Preise zeigen sich sowohl für Primärschrotte als auch für Sekundärqualitäten gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert.

Kupfer

Buntmetalle

Kupfer hat an der London Metal Exchange (LME) am 12. Dezember 2025 ein neues Allzeithoch von 11.952,00 USD pro Tonne erreicht. Die Rally scheint anzuhalten. Als Gründe werden anhaltende Sorgen über eine Verknappung des Angebots aufgrund des anhaltenden Aufbaus von Lagerbeständen in den USA sowie eine Reihe von Betriebsstörungen in Kupferminen weltweit aufgeführt. Die meisten Kupferhütten und Metallgießereien haben ihre Produktion bereits eingestellt. (Quelle: MBI NE-Metalle Monitor Nr. 25)

Wie sich der Kupfermarkt im ersten Quartal 2026 entwickeln wird, hängt von mehreren Faktoren ab. J.P. Morgan sieht einen Preisanstieg um 6 Prozent, da weiterhin Produktionsprobleme in Minen wie in Chile und Indonesien bestehen und eine hohe Nachfrage durch die Energiewende, die E-Mobilität und die Digitalisierung besteht. Geopolitische Spannungen und Handelszölle werden ebenfalls mit aufgeführt. (Quelle: Finanzradar)

Zum Schluss

Die Märkte schwanken – der Tannenbaum auch – wir wünschen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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Schönen Nikolaus!

Die Schoko-Nikoläuse haben sich bereits Freitagnachmittag auf den Weg zu unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemacht.
Wir wünschen allen einen schönen Nikolaustag sowie einen entspannten zweiten Advent!

Schrottmarktbericht November 2025

Schrottpreise bis Jahresende fix – Stahlschrottbranche sieht Talsohle erreicht

Für viele Marktteilnehmer der Stahlschrottbranche ist das Geschäftsjahr Ende November weitgehend abgeschlossen. Die meisten Stahlwerke haben ihre Einkaufsabschlüsse für November und Dezember bereits getätigt. Aufgrund geplanter Produktionsstilllegungen oder Drosselungen im Dezember sicherten sich einige Abnehmer zudem frühzeitig Material für die Januar-Produktion, was die Nachfrage zeitweise stützte.

Preislich zeigte sich der Markt stabil bis leicht steigend. Einzelne Werke nahmen Preiskorrekturen vor, um Preisunterschiede aus den vorangegangenen Monaten zu bereinigen. Damit scheint die Talsohle vorerst erreicht, denn nach fünf Monaten in Folge mit rückläufigen Notierungen gab es erstmals keinen weiteren Rückgang.

Das Schrottaufkommen präsentiert sich differenziert. Altschrott ist nach intensiven Sammelaktivitäten zuletzt leicht rückläufig. Neuschrott bleibt stark abhängig von der Produktions- und Auftragslage der metallverarbeitenden Industrie. Besonders die Automobilindustrie und ihre Zulieferer stehen unter erheblichem Druck, was das verfügbare Material spürbar reduziert.

Diese Entwicklung trifft auch die Recyclingbetriebe, deren wirtschaftliche Situation zunehmend angespannt ist. Hohe Fixkosten bei gleichzeitig geringer Auslastung der Aggregate beeinträchtigen die Rentabilität und erhöhen den wirtschaftlichen Druck in der gesamten Branche.

Insgesamt zeigt sich der Markt zum Ende des Monats zwar leicht stabilisiert, bleibt jedoch geprägt von strukturellen Unsicherheiten und einer gedämpften industriellen Nachfrage.

Aussichten

Nachdem die Exportaktivitäten in Richtung Türkei aufgrund von Preisdruck, hohen Frachtraten und rückläufiger Nachfrage in den letzten Monaten deutlich zurückgegangen sind, hat sich die Lage wieder verbessert. Sollten die türkischen Verbraucher wieder höhere Bedarfe anmelden, könnte sich das auf die Stahlschrottnachfrage insgesamt positiv auswirken. Im Dezember wird es keine großen Aktivitäten mehr geben. Der Fokus der Branche richtet sich bereits auf das neue Jahr, verbunden mit der Hoffnung auf wirtschaftliche Erholung, stärkere industrielle Nachfrage und die positiven Effekte der von der Bundesregierung initiierten Investitionsprogramme.

Metalle

Der November zeigt insgesamt ein gemischtes Bild: Während Kupfer klar vom Trend zu knappem Angebot und starker Nachfrage profitiert, bleiben Aluminium und andere Industriemetalle relativ stabil, ohne erkennbare Aufwärtsdynamik.

Der November zeigt insgesamt ein gemischtes Bild: Während Kupfer klar vom Trend zu knappem Angebot und starker Nachfrage profitiert, bleiben Aluminium und andere Industriemetalle relativ stabil, ohne erkennbare Aufwärtsdynamik.

Legierter_Schrott

Nickel

Der Edelstahlmarkt befindet sich derzeit in einer Phase ausgeprägter Unsicherheit. Viele Edelstahlwerke kämpfen mit geringer Auslastung und steigenden Produktionskosten, was die gesamte Branche unter Druck setzt.

Kurzfristig sind keine Impulse für steigende Preise erkennbar. Die Gesamtsituation bleibt angespannt und wird maßgeblich von der verhaltenen Nachfrage und der schwierigen Kostensituation in den Edelstahlwerken geprägt.

Aluminium

Aluminium

Die Handelsaktivitäten auf dem deutschen Aluminiummarkt gestalten sich zunehmend schwierig. Insbesondere die Automobilindustrie als einer der wichtigsten Abnehmer ruft aktuell deutlich weniger Material ab. Diese Entwicklung trifft nicht nur die Primärwerke, sondern wirkt sich im Umkehrschluss auch spürbar negativ auf die Zuliefererindustrie aus, die bereits mit sinkenden Auftragseingängen konfrontiert ist. Gleichzeitig bleiben Aluminiumschrotte knapp. Ein wachsender Teil des verfügbaren Materials fließt inzwischen verstärkt in den Export, was den inländischen Markt zusätzlich belastet und die Versorgungssituation weiter verengt.

Für zusätzliche Verunsicherung sorgt die Meldung, dass Norsk Hydro, einer der größten Aluminiumproduzenten Europas, die Schließung von fünf Werken auf dem Kontinent plant. Diese Entscheidung unterstreicht die wirtschaftlich angespannte Lage in der Branche sowie den enormen Wettbewerbsdruck, mit dem europäische Aluminiumhersteller derzeit konfrontiert sind.

Kupfer

Buntmetalle

Der Kupfermarkt präsentiert sich zum aktuellen Monatsende erneut äußerst volatil. Die Notierungen haben abermals die Rekordmarke von knapp über 11.000 USD pro Tonne überschritten und bestätigen damit den anhaltenden Aufwärtstrend der vergangenen Wochen. Die Gründe für den Preisanstieg sind vielfältig und stammen aus unterschiedlichen Bereichen der globalen Wertschöpfungskette.

Auf der Produktionsseite belasten anhaltende Störungen in Bergwerken und Minen in Indonesien, Peru und Chile das weltweite Angebot. Diese strukturellen Einschränkungen führen zu einer geringeren Verfügbarkeit von Rohkupfer und verstärken das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Zusätzlich sorgen Unsicherheiten rund um mögliche US-Zölle für Nervosität an den Märkten, da potenzielle Handelshemmnisse sowohl den internationalen Austausch als auch die Preisbildung beeinflussen könnten.

Analysten wiederum prognostizieren zunehmende Versorgungsengpässe sowie weiter sinkende Lagerbestände, was die Erwartung weiter steigender Preise zusätzlich nährt. Diese Markteinschätzungen wirken als weiterer Preistreiber, da sie spekulative Käufe und langfristige Absicherungsstrategien anregen.

In der Realität zeigt sich ein ambivalentes Bild. Trotz reger Handelsaktivitäten erschwert das hohe Preisniveau den Absatz. Die Kupferhütten haben ihre Abschläge erhöht und Liefertermine bereits ins kommende Jahr geschoben, was die angespannte Lage entlang der Lieferkette unterstreicht.

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Schrottmarktbericht Oktober 2025

Schrottpreise ermäßigen sich zum vierten Mal in Folge

Im Oktober hat sich die Lage am Stahlschrottmarkt erneut eingetrübt. Die Preise gaben in nahezu allen Qualitäten nach, da der Bedarf der inländischen und benachbarten europäischen Werke deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Viele Marktteilnehmer berichteten von einer ausgesprochen schwachen Nachfrage, wodurch nicht alle verfügbaren Mengen platziert werden konnten.

Die Produktionsauslastung der deutschen und europäischen Stahlwerke bleibt auf einem reduzierten Niveau. Der Mangel an Aufträgen aus der Bauindustrie, dem Maschinenbau sowie der Automobilindustrie führt weiterhin zu einer gedrückten Stimmung in der Branche. Entsprechend ist das Schrottaufkommen infolge der schwachen industriellen Aktivität nach wie vor rückläufig. Altschrott hingegen war durch verstärkte Sammelaktivitäten im Oktober besser verfügbar. Trotz einer leichten Belebung des Exportgeschäfts – insbesondere in Richtung Türkei – bleibt das Preisniveau belastet. Die hohen Lagerbestände in vielen Exportlagern drängen zusätzlich auf den europäischen Markt und verschärfen den Wettbewerbsdruck.

Vor diesem Hintergrund reduzierten die Werke ihre Einkaufspreise um 10 bis 15 Euro pro Tonne. Der Spielraum für Verhandlungen war eng gefasst, da die Absatzsicherung gegenüber der Preisoptimierung Priorität hatte. Insgesamt präsentiert sich der Markt im Oktober weiterhin schwach, von Zurückhaltung geprägt und ohne Anzeichen einer nachhaltigen Erholung im kurzfristigen Verlauf.

Aussichten

Marktteilnehmer und Branchenverbände bleiben für den Jahresendspurt 2025 pessimistisch. Laut einer aktuellen Umfrage der BDSV erwartet die Mehrheit der Unternehmen eine weitere Verschlechterung der Geschäftslage; nur wenige Kreise rechnen mit einer kurzfristigen Trendwende. Die Prognose für November lautet, dass die Schrottpreise auf dem aktuell niedrigen Niveau verharren oder weiter leicht nachgeben, sofern keine überraschenden Impulse aus dem Export oder einer konjunkturellen Belebung auftreten.

Metalle

Die an der Londoner Metallbörse gehandelten Industriemetalle haben sich im Monatsverlauf Oktober 2025 überwiegend positiv entwickelt – mit mehreren zweistelligen Monatszuwächsen bei einzelnen Metallen wie Zink und Kupfer sowie im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich bei Aluminium und Nickel.

Legierter_Schrott

Nickel

Am deutschen Edelstahlmarkt hat sich in den vergangenen Wochen wenig verändert. Nach teils deutlichen Preisrückgängen in den Sommermonaten haben sich die Notierungen inzwischen auf niedrigem Niveau stabilisiert. Die Nachfrage nach legierten Schrottsorten der Edelstahlwerke bleibt aufgrund schwacher Auftragseingänge verhalten. Ohne signifikante Nachfrageimpulse aus der Bau- oder Automobilwirtschaft dürfte die Produktion der Edelstahlwerke weiterhin niedrig bleiben, und der Absatz von legiertem Edelstahlschrott wird voraussichtlich bis Jahresende schwierig bleiben.

Aluminium

Aluminium

Der deutsche Aluminiummarkt zeigt sich aktuell ruhig. Die Schrottpreise im Sekundärmarkt haben wieder leicht angezogen, während die Preise für Umschmelzblöcke den stabilen Schrottpreisen weiterhin hinterherhinken. Die Werke stehen angesichts der hohen Energie- und Vormaterialkosten unter erheblichem Kostendruck. Die Nachfrage aus der Automobilindustrie bleibt schwach, was auch die geringe Nachfrage nach Primärblöcken und die Produktionskürzungen in den Primärwerken erklärt. In der Automobilbranche stehen zum Jahreswechsel offenbar längere Werkspausen an – mit entsprechend geringeren Abrufen bei den Werken.

Der Export von Standardblöcken nach Asien nimmt hingegen zu und dient teilweise als Ausgleich für den rückläufigen Inlandsbedarf. Auf globaler Ebene wird für 2025 ein wachsender Aluminiumbedarf von rund 2 % prognostiziert, während das Angebot in China und anderen Regionen nur langsam steigt. Dies könnte mittelfristig zu einem steigenden Preisdruck führen.

Kupfer

Buntmetalle

Der Kupferpreis steht kurz davor, ein neues Allzeithoch zu erreichen. Zum Ende des Monats notiert das wichtige Industriemetall bei über 11.000 US-Dollar je Tonne. Der Anstieg wird von einer Kombination aus knapperem Angebot, rückläufigen Lagerbeständen und einer anhaltend hohen Nachfrage aus der Industrie getragen.

An der London Metal Exchange (LME) gehen die Kupferlagerbestände weiter zurück. Händler berichten von sinkenden Zuflüssen, während gleichzeitig große Käufer aus Asien und Europa ihre Nachfrage erhöhen. Vor allem die Elektronik- und Bauindustrie treiben den Bedarf voran.

Analysten führen den Preisanstieg zudem auf Unsicherheiten bei der Förderung in Südamerika zurück. In Chile und Peru, den beiden größten Kupferproduzenten der Welt, dämpfen wetterbedingte Ausfälle und steigende Produktionskosten das Angebot.

Langfristig bleibt Kupfer gefragt – insbesondere durch den wachsenden Bedarf für Elektromobilität, Solaranlagen und weitere Schlüsseltechnologien der Energiewende.

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Teddybär Tour 2025

Die Teddybär Tour 2025 – Wir waren dabei.

Ihr fragt euch, was so besonders an der Teddybär Tour der Rehaklinik Katharinenhöhe ist?
➡️Ein Lächeln in die Gesichter aller Teilnehmer zu zaubern und für eine fröhliche Abwechslung zum Klinikalltag beizutragen.

Es war großartiges Wetter, eine fantastische Stimmung und es gab so viele strahlende und glückliche Gesichter.

Wir waren wieder mit zwei unserer LKW’s dabei. Eduard mit seinem Abrollkipper und Ernesto mit seinem Absetzkipper. Gesamt waren 69 LKW’s am Start, bei dem jeweils ein Begleiter aus der Klinik mitfuhr. Die Strecke führte in einer Kolonne durch den Schwarzwald.

Es hat allen eine große Freude bereitet und wir danken dafür, wieder dabei gewesen zu sein. Ein großes DANKE auch an Herrn Bick, das Orga-Team, sowie allen Teilnehmenden, welche diesen Tag so besonders machten!

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50-jähriges Jubiläum!


Gibt’s denn sowas? – 50 Jahre in einem Betrieb!
So ein Jubiläum gibt es selten und wir sind stolz darauf Herrn Manduzio seit dem 01.10. 975 bei uns im Unternehmen zu haben – Wir sagen DANKE für sein Engagement, seiner Treue und seinem Herzblut!
Er hat seinen Bagger voll im Griff. Frau Schuler-Kargoll überreichte Ihm einen riesigen Geschenkkorb, mit Leckereien, sowie einer Urkunde der IHK. Auf weitere gute Zusammenarbeit!

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