Schrottmarktbericht Januar 2024

Mit Schwung ins neue Jahr

Was für ein Auftakt! Nach den im Dezember erfolgten Preisaufschlägen ist die Stahlschrottbranche mit weiteren Preiserhöhungen über alle Sorten in das neue Jahr gestartet. Preistreibend war wieder einmal die starke Nachfrage der türkischen Stahlwerke, während der im letzten Quartal starke asiatische Export-Markt fast zum Erliegen kam, überschattet von dem Nahostkonflikt und den Angriffen der Huthi-Rebellen auf Handelsschiffe im Roten Meer. Die Nachfrage der Verbraucher war mäßig. Dem gegenüber stand ohnehin ein reduziertes Angebot. Hauptsächlich mangelt es an Altschrott, was auf geringe Abbruchtätigkeiten zurückzuführen ist, jahreszeitbedingt, aber normal ist. Die Preise erhöhten sich je nach Sorte und Bedarf zwischen 10,00 und 15,00 Euro pro Tonne. Inzwischen veröffentlichte die Wirtschaftsvereinigung Stahl die aktuellen Zahlen zur Stahlproduktion 2023 in Deutschland. Es wurden insgesamt 3,9 Prozent weniger Stahl produziert als noch im Vorjahr. Mit 35,4 Millionen Tonnen Stahl sei das seit der Finanzkrise 2009 das niedrigste Produktionsvolumen. (Quelle: WVStahl) Leider sind die Prognosen für 2024 wenig vielversprechend. Nach dem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,3 Prozent im Jahr 2023 erwarten die Institute für das Jahr 2024 ein minimales Wachstum. (Quelle: Ifo-Institut) Alles in allem könnte die deutsche Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2024 bestenfalls stagnieren, schreibt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht Januar. Als Gründe nennt die Bundesbank unter anderem den weiteren Rückgang der Auslandsaufträge für die deutsche Industrie.

Aussichten

Auch im Februar wird sich an der Ausgangslage wenig verändern. Der Zulauf und die Verfügbarkeit an Stahlschrott könnte ähnlich ausfallen wie im Januar. Die Bedarfe der Werke – national wie international – werden voraussichtlich zunehmen. Hinzu kommt der aktuelle Bahnstreik. Dieser hat schon nach kurzer Zeit unmittelbare Auswirkungen auf die Versorgungs- und Lieferketten aller Industriebranchen. Welchen Einfluss alle Faktoren auf die Stahlschrottpreise haben werden, lässt sich derzeit nicht vorhersagen.

Metalle

An den Märkten bleibt die Stimmung angeschlagen. Die Börsennotierungen aller Industriemetalle starteten verhalten ins neue Jahr. Entgegen allen Erwartungen waren die Kurse in den ersten Börsenwochen gefallen.  Der Index der Londoner Metallbörse ermäßigte sich um 5 Prozent, gerechnet auf die Kurse im Dezember 2023. (Quelle: Rohstoffe Aktuell, Commerzbank 19.01.2024) Allerdings sorgte Ende letzter Woche die überraschende Senkung des Mindestreservesatzes durch Chinas Zentralbank für einen raschen Kurssprung aller börsennotierter Industriemetalle. (Quelle: Rohstoff aktuell, Commerzbank 26.01.2024)

Legierter_Schrott

Nickel

Trotz schwacher Kurse entwickelte sicher der Edelstahlmarkt im Laufe des Montas freundlicher. Auch hier zeichnete sich ein schwaches Angebot an Edelstahlschrotten ab, wobei sich nicht genau beurteilen lässt, ob sich der Handel auf Grund von schwachen Erzielungspreisen zurückgehalten hat. Erst Ende des Monats kam bei leicht steigenden Preisen Bewegung in den Markt

Aluminium

Aluminium

Die Preise für Sekundärlegierungen haben seit Jahresbeginn leicht angezogen und bewegen sich mittlerweile auf einem stabilen Niveau. Die Schrottpreise für Sekundärschrotte sind ebenfalls gestiegen. Das Angebot ist knapp und die Nachfrage hoch. Anders verhält es sich bei den Primärqualitäten. Die Nachfrage der Werke ist schleppend. Hier fehlt es an den so wichtigen Impulsen aus der Automobilindustrie. Spannend bleibt die Entwicklung in Sachen EU Handelsverbots über russische Aluminiumimporte. Laut dem Branchenverband European Aluminium waren bisher nur 12 Prozent russischer Aluminiumimporte von EU-Sanktionen betroffen. Das soll sich nun ändern und könnte Auswirkungen auf die LME haben. (Quelle: Commerzbank, Rohstoff Aktuell, 19.01.2024)

Kupfer

Buntmetalle

Der deutsche Kupfermarkt ist auch im Januar ruhig und gegenüber dem Vormonat unverändert. Die Verarbeiter von Kupfer sind immer noch gut eingedeckt. Es herrschen kaum Handelsaktivitäten. Der Handel wartet sowieso auf steigende Kurse.

Haftungsausschluss – Disclaimer

Die Informationen zur Marktlage dienen ausschließlich der unverbindlichen Information der Kunden und Interessenten der Schuler Rohstoff GmbH. Keine der in diesem Dokument enthaltenen Informationen ist als Aufforderung zu einer Transaktion zu verstehen. Es wird keine Gewähr für die Vollständigkeit, Genauigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Informationen übernommen. Aufgrund unvorhersehbarer Risiken, Ungewissheiten und sonstigen Faktoren kann es bei in die Zukunft gerichteten Aussagen zu Abweichungen von den hier gegebenen Einschätzungen kommen. Alle, unter Berücksichtigung dieser Informationen, ergriffenen Transaktionen geschehen auf eigene Verantwortung. Es wird jegliche Haftung ausgeschlossen.

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Schrottmarktbericht Dezember 2023

Ende der Talfahrt? Schrottpreise steigen zum Jahresende deutlich

Fast sinnt es wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Dem sprunghaften Anstieg der Exportpreise ist es zu verdanken, dass auch in Deutschland und im benachbarten Ausland die Stahlschrottpreise gestiegen sind. Trotz einer eingeschränkten Nachfrage seitens der Stahlwerke kam es je nach Sorte und Bedarf zu einem Preisanstieg zwischen 20,00 und 35,00 Euro pro Tonne. Der Handel meldete eine geringe Materialverfügbarkeit insbesondere an Altschrott aber auch an Neuschrott. Die rückläufige Tendenz dürfte auch im kommenden Monat anhalten, da über die Feiertage und Stillstandzeiten bis 7. Januar 2024 nicht überall produziert wird

BDSV Durchschnittliche Lagerverkaufspreise Bundesweit 2022 Sorte 2/8

Aussichten

Nach wie vor kämpfen die Baustahlproduzenten mit der Krise im Bausektor. Die Konjunkturprognosen in vielen stahlverarbeitenden Industrien, insbesondere der Baubranche fallen weniger optimistisch aus, trotzdem sorgen der letzte ifo Geschäftsklimaindex sowie der Einkaufsmanagerindex der Industrie (EMI) in Deutschland für Hoffnung, was das erste Quartal 2024 angeht. Inwiefern der Preisanstieg der Stahlschrottpreise auch im Januar fortgesetzt werden wird, hängt einzig und allein an der Nachfrage der Werke und an dem Bedarf, was aus dem Tiefseemarkt gemeldet wird.

Metalle

Alle Basismetalle sind zum Ende des Jahres Gewinner. Die Spitzenreiter sind Aluminium und Kupfer. Beide haben etwa 1% zugelegt. Die restlichen Basismetalle legten zum Redaktionsschluss um 0,5% zu. Die Aussichten auf Zinssenkungen in den großen westlichen Industrieländern haben für Auftrieb gesorgt.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Nach dem Abwärtstrend der Nickelnotierung Ende November unter knapp 16.000 US-Dollar pro Tonne und somit das tiefste Niveau seit Mitte 2021 hat sich die Notierung wieder erholt. Der Preisrückgang an der LME (London Metal Exchange) spiegelt einen Angebotsüberschuss wider. Gleichzeitig stehen dem Preisrückgang auf Produzentenseite deutlich gestiegene Kosten gegenüber. Die International Nickel Study Group (INSG) rechnet damit, dass die Produktion in Europa um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr fallen wird. Als Grund werden die gestiegenen Energie- und Produktionskosten genannt. Die Absatzmöglichkeiten für legierte Schrotte waren im Dezember trotz aller Bedenken im Vormonat zufriedenstellend. Eine knappe Verfügung an Edelstahlschrotten war mitunter der Grund. (Quelle: MBI NE-Metalle Monitor 15.12.2023)

Aluminium

Aluminium

Zum Jahresende wird es zwar am Markt für Sekundäraluminium im Vergleich zu den lebhaften Wochen etwas ruhiger, trotzdem bleibt die Nachfrage nach Umschmelzaluminium sehr gut. Die Blockpreise haben weiter angezogen und somit auch die Schrottpreise für alle Sekundärqualitäten. Dies wird sich auch für das erste Quartal 2024 nicht ändern. Die Verfügbarkeit an Aluminiumschrotten ist knapp und die Aluminiumnachfrage aus dem Automotive-Bereich läuft mittlerweile wieder sehr gut. Ganz anders verhält es sich im Primär-Markt. Hier gibt es für Halbzeug fähige Aluminiumlegierungen nur begrenzt Absatz. Die Primärprämien sind zwischenzeitlich gefallen. Highgrade-Aluminium kostet mittlerweile weniger als Sekundäraluminium. (Quelle: MBI NE-Metalle Monitor 15.12.2024)

Kupfer

Buntmetalle

Kupfer wird dieses Jahr voraussichtlich als leistungsstärkstes Industriemetall abschließen, da eine Reihe von Produktionsstörungen das Angebot drückt. Kupfer hat sich in den letzten vier Wochen von den anderen Basismetallen abgrenzen können. Hier verdichten sich die Anzeichen einer Angebotsknappheit, obwohl die International Copper Study Group (ICSG) in ihren Herbstprognosen noch von einem Angebotsüberschuss für das kommende Jahr ausging. Mit der kürzlich angekündigten Schließung der größten Kupfermine Panamas, die etwa ein Prozent der globalen Produktion darstellt, dürfte das Kupferangebot in den kommenden Jahren geringer ausfallen als von der ICSG angenommen.

 

Ausblick

Das Minus an Aufträgen und das Verschlechtern der Erträge führt bundesweit zu deutlich negativen Geschäftserwartungen. Besonders drückend sind die Erwartungen im Baugewerbe sowie im Straßengüterverkehr. Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen müssen dringend verbessert werden. Es fehlen entsprechende Impulse aus dem Wirtschaftsministerium. Mittlerweile fehlt komplett das Vertrauen in die Politik, die bessere Standortbedingungen schaffen sollte. Neben dem schwelenden Haushaltsstreit belasten uns geopolitische Konflikte weltweit. Es fällt schwer optimistisch in das Jahr 2024 zu blicken. Ich wünsche allen Lesern trotzdem ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in das Jahr 2024. Bleiben Sie zuversichtlich.

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Schrottmarktbericht November 2023

Werke und Handel stehen gleichermaßen unter Druck

Die deutschen Elektrostahlwerke haben im Oktober nur 800.000 Tonnen Stahl produziert. Das sind 21 % weniger als noch im Vergleichsmonat im letzten Jahr. Die gesamte Rohstahlproduktion fiel um 9 % auf 2,9 Mio. Tonnen (Quelle: WV Stahl). Eine anhaltend schwache Nachfrage, speziell im Bausektor, zweistellig sinkende Auftragseingänge im Maschinen- und Anlagenbau und immer noch hohe Energiekosten werden hier als Gründe aufgeführt. Derzeit laufen die Preisverhandlungen für Neustahlabschlüsse für das kommende Jahr. Es ist mit Preiserhöhungen zu rechnen.

Die Bedarfe der Werke für den Monat November waren, aufgrund der unverändert schwachen Auftragslage, gering. Die Preise entwickelten sich je nach Standort und Bedarf unterschiedlich. Im Süden korrigierten einige Werke, aufgrund des geringen Schrottaufkommens, ihre Preise nach oben und passten diese dem bestehenden Niveau in Deutschland an. Die Sorte Altschrott war besonders gefragt, da die türkischen Stahlwerke kurzfristig in den Markt zurückkehrten und höhere Preise vorlegten. Jahreszeitbedingt und der schwachen Baukonjunktur geschuldet war das Aufkommen an Altschrott und Abbruchschrott gering. Es entwickelte sich hier kurzfristig ein wahrer Preiskampf um die vorhandenen Mengen. Insgesamt blieben die Stahlschrottpreise aber auf unverändertem Niveau. Vereinzelt wurden € 5,00/t bis € 10,00/t mehr bezahlt, je nach Sorte und Bedarf.

Aussichten

Die Bedarfe der Stahlverbraucher werden im Dezember noch geringer ausfallen als im laufenden Monat, was auf Stillstandzeiten über die Weihnachtsfeiertage und größere Revisionsarbeiten zurückzuführen ist. Für den Handel ist das Jahr so gut wie gelaufen. Aufgrund des schwachen Schrotteingangs ist ein Abfluss des Materials nicht unbedingt zwingend. Ein Lageraufbau kann nicht schaden.

Die gesamte Branche erwartet eine Kostensteigerung bei den Schrotttransporten ab 01.12.2023. Die LKW-Maut wird je nach Emissionsklasse um 15,8 Cent pro Kilometer erhöht. Ab 01.01.2024 greift das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Durch die CO²-Abgabe verteuern sich Diesel und alle Fraktionen, die über eine Müllverbrennungsanlage verwertet werden müssen.

Metalle

Alle börsennotierten Metalle bis auf Aluminium notierten in diesem Monat schwach, ohne große Veränderungen nach oben oder nach unten. Zum Monatsende ging allerdings auch die Notierung für Aluminium zurück und rutschte unter € 2.000,00/t. Die Nickelnotierung steht weiter unter Druck.

Legierter_Schrott

Nickel

Am deutschen Edelstahlmarkt ist bis zum Jahresende keine Trendwende in Sicht. Die Nachfrage nach legierten Stahlschrottqualitäten hat leicht nachgelassen. Besonders ferritische Güten lassen sich nur noch schwer absetzen. Viele Händler wollen aber zu abgeschwächten Preisen nicht verkaufen und lassen das Material liegen. Ob und wie sich die Marktlage im neuen Jahr entwickelt, mag derzeit noch niemand vorherzusagen.

Aluminium

Aluminium

Die schlechte Baukonjunktur wirkt sich auf den Aluminiumabsatz aus. Primärschrotte lassen sich nur schleppend absetzen. Anlieferungstermine liegen bereits im neuen Jahr. Dafür zeigt sich der Sekundärmarkt recht freundlich. Die Werke sind gut ausgelastet und die Nachfrage nach Sekundärschrott-Qualitäten – allen voran Aluminiumspäne – ist gleichbleibend gut. Hinzu kommt eine sich wiederbelebende Nachfrage aus Asien. Das dürfte sich alsbald auf die Aluminiumschrottpreise auswirken.

Kupfer

Buntmetalle

Der deutsche Kupfermarkt bleibt von einer sehr schwachen Nachfrage geprägt. Auch hier dürfte die Schwäche des Bausektors, der laut International Copper Study Group immerhin etwas mehr als ein Viertel der Endnachfrage ausmacht, eine Rolle spielen. Angesichts einer schrumpfenden Weltwirtschaft besteht eine große Zurückhaltung bei den Käufern. Die Bedarfe der Abnehmerwerke sind insbesondere zum Jahresende gering. Auch wenn es positive Signale aus China gibt, dass es in Teilbereichen der Wirtschaft wieder aufwärts geht und die Nachfrage speziell nach dem roten Metall gestiegen ist, rechnet aktuell niemand mit steigenden Kursen.

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Schrottmarktbericht Oktober 2023

Stabile Schrottpreise trotz reduziertem Schrottbedarf

Während die Stahlschrottpreise im Exportmarkt Richtung Türkei und Asien zurückgingen zeigten sich die Preise in Deutschland und im benachbarten Ausland, trotz der schlechteren Wirtschaftslage, eher robust. Die Abnehmerwerke forderten Anfang des Monats noch einen Preisabschlag von bis zu € 20,00/t. Diese Forderung löste sich bis Mitte des Monats nahezu in Luft auf. Angebot und Nachfrage hielten sich hier die Waage. Die Werke meldeten einen reduzierten Bedarf und der Schrotthandel ein geringeres Angebot. Da teilweise noch Altverträge aus den Vormonaten bedient werden mussten, war die Materialverfügbarkeit für den laufenden Monat begrenzt. Je nach Region, Sorte und Bedarf fielen die Preise unterschiedlich aus. Wo im Vormonat Abschläge zu verzeichnen waren wurden Preiskorrekturen nach oben vorgenommen. Ansonsten blieben die Preise gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert.

Aussichten

Das Jahr ist mehr oder weniger gelaufen. Viele Werke haben bereits angekündigt, sich nur noch im November mit Stahlschrott einzudecken. Der Bedarf wird aber dadurch nicht größer ausfallen, da die Werke versuchen, die Bestände so gering wie möglich zu halten. Preislich gilt es abzuwarten, wie sich der Markt entwickelt. Das Aufkommen an Altschrott wird sich reduzieren, da die Sammelaktivitäten im November bekanntlich geringer ausfallen. Die Stimmung ist gedämpft und das liegt sicher nicht nur an der Konjunkturprognose des Internationalen Währungsfonds (IWF), die für Deutschland deutlich schlechter ausfällt als für andere Industrienationen, sondern auch an den vielen geopolitischen Konflikten in der Welt, ganz aktuell die Lage im Nahen Osten.

Metalle

Die London Metal Exchange (LME) hat angekündigt, dass ab Anfang 2024 für fünf der gehandelten Metalle ein zusätzlicher Schlusskurs eingeführt wird. Dieser Kurs basiert auf der Größe aller getätigten Geschäfte und berechnet einen gewichteten Durchschnittspreis. Somit hat ein Geschäft über 6 Lose bei diesem Kurs weniger Einfluss als eines über 60 Lose. Dieser Kurs soll der Forderung von Marktteilnehmern nach mehr Transparenz und Sicherheit nachkommen, die seit den Ereignissen im März 2022 im Raum steht, als die Nickel-Notierung kurz und sprunghaft über US$ 100.000,00/t gestiegen ist (Quelle: BDSV).

Legierter_Schrott

Nickel

Trotz fallender Nickelkurse an der Londoner Börse haben sich die Preise für legierte Schrotte nur unwesentlich verändert. Die Nachfrage war gut und alle Qualitäten ließen sich gut absetzen. Für die letzten zwei Monate im Jahr wird allerdings mit einer geringeren Nachfrage der Stahlwerke gerechnet, da auch hier die Produktion zurückgefahren wird.

Aluminium

Aluminium

Aluminium ist derzeit das einzige an der Börse gehandelte Metall, das sich nach einem kurzzeitigen Kurssprung über US$ 2.300,00/t bei US$ 2.150,00/t eingependelt hat und keinem Abwärtstrend unterliegt. Der Absatz für Primärschrotte gestaltet sich aktuell sehr schwierig. Viele Werke haben ihre Einkaufsbücher bis Ende des Jahres bereits geschlossen. Grund sind fehlende Aufträge und eine schlechte Auslastung. Dagegen zeichnet sich im Sekundärbereich eine leichte Verbesserung ab. Die Nachfrage nach Sekundärschrotte ist gut, da auch der Exportmarkt in Richtung Asien wieder angelaufen ist.

Kupfer

Buntmetalle

Kupfer hat in den letzten Wochen den stärksten Kursrückgang verzeichnet und damit bleibt der Kupfermarkt weiter unter Druck. Das globale Kupferangebot dürfte im nächsten Jahr ein Rekordhoch erreichen wie MBI NE-Metalle Monitor in seiner letzten Ausgabe vom 20.10.2023 berichtet. Mangels Aufträge und rückläufiger Produktionskapazitäten der Kupferhütten haben sich auch die Hüttenabschläge erhöht. Die Nachfrage nach dem roten Metall ist verhalten. Der Handel ist äußerst schwach und wird sich bei dem aktuellen Kursniveau wohl nicht beleben.

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Schrottmarktbericht September 2023

Pessimistische Stimmung zum Ende des Quartals

Die Stimmung am deutschen Stahlschrottmarkt bleibt weiterhin getrübt. Die Nachfrage nach Stahlschrott bei den europäischen Stahlwerken ist nur mäßig. Die Krise in der Bauwirtschaft hat zur Folge, dass insbesondere Elektrostahlwerke über hohe Lagerbestände an Fertigprodukten verfügen und die Nachfrage nach Betonstählen ausbleibt. Die konjunkturelle Abschwächung ist auch im Automobilbereich und Maschinenbau zu spüren. Auch hier melden Stahlwerke sinkende Auftragseingänge. Für den Schrotthandel bedeutet dies im Umkehrschluss weniger Abfluss an Stahlschrott und gleichzeitig weniger Aufkommen an Neuschrott.

Umso überraschender war die Entwicklung der Stahlschrottpreise. Diese sind im Schnitt um € 5,00/t bis € 20,00/t gestiegen, was sich in den bundesweiten Durchschnittspreisen, der von der BDSV monatlich veröffentlichen Preisliste widerspiegelt. Diese Preiserhöhung ist in erster Linie den Exportaktivitäten Richtung Asien geschuldet, von denen hauptsächlich die großen Exporteure in Nord- und Westdeutschland profitierten. Indische und pakistanische Schrottimporteure sind immer dann preislich interessant, wenn die europäischen Stahlschrottpreise niedrig sind. Die Werke in Italien kauften zu unveränderten Bedingungen, nachdem sie einen Preisabschlag von minus € 20,00/t Anfang des Monats nicht durchsetzen konnten. Auch andere Werke in Deutschland und im benachbarten Ausland kauften zu unveränderten, bis leicht steigenden Preisen und zeigten sich von den asiatischen Preisen unbeeindruckt.

Das Nord-Süd-Gefälle der Schrottpreise wird aktuell immer extremer und die Schere geht weiter auseinander. Ohne Wasseranbindung und den höheren Transportkosten zu den Exporthäfen haben Schrotthändler im Süden und Südosten der Republik hier das Nachsehen.

BDSV Durchschnittliche Lagerverkaufspreise Bundesweit 2023 Sorte 2/8

Aussichten

Sollte die Exportnachfrage in den nächsten Wochen bestehen bleiben ist, bei knapp verfügbaren Schrottmengen, kaum mit einem Preisrückgang der Stahlschrottpreise im Exportmarkt zu rechnen. An dem geringen Schrottbedarf der deutschen und europäischen Stahlwerke insbesondere in Italien wird sich, aufgrund der schwachen Konjunktur insbesondere im Bausektor, nichts ändern. Infolge der schwachen Kaufaktivitäten in ganz Europa plant Arcelor Mittal beide Hochöfen in ihrem Werk Bremen, wegen Reparatur- und Wartungsarbeiten, außer Betrieb zu nehmen. Die Anlagestillstände könnten die Preise für Flachstahl in Europa stützen.

Metalle

An den Märkten für Industriemetalle sind die Augen auf die Handelsbilanzen von China gerichtet. Aufgrund der enttäuschenden Konjunkturentwicklung dürften sich die, ansonsten eher preissensitiven Käufer, zurückgehalten haben (Quelle: Commerzbank Research 01.09.2023).

Legierter_Schrott

Nickel

Die Nickelnotierung schwächte sich zum Ende des Monats deutlich ab und notierte zuletzt bei US$ 19.105,00 und das bei äußerst niedrigen Lagerbeständen. Von diesem Szenario unbeeindruckt, zeigte sich in diesem Monat, die Nachfrage nach legiertem Stahlschrott. Angebot und Nachfrage regelten hier den Preis. Bei einem knappen Angebot und einer erstaunlich guten Nachfrage stiegen die Preise um durchschnittlich € 50,00/t. Wie nachhaltig die aktuellen Kaufaktivitäten bleiben, wird sich im nächsten Monat herausstellen. Auch hier sind die Aussichten eher verhalten.

Aluminium

Aluminium

Die kurze Belebung am Aluminiummarkt war nur von kurzer Dauer. Die Kursnotierung ist mit € 2.070,00/t zwar sehr freundlich, jedoch machen sich im Primärbereich höhere Abschläge breit, da die Nachfrage der Automobilindustrie nachlässt und die Werke über weniger Aufträge klagen und daher weniger Halbzeug fähige Aluminiumschrotte einsetzen. Im Sekundärbereich zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Die Blockpreise sind bereits im Vormonat gefallen. Überkapazitäten und fehlende Exporte nach China wirken sich nun auch auf die Preise für Aluminium-Sekundärschrotte aus. Ende des Monats waren Preisabschläge zu verzeichnen, die sich noch ausweiten könnten.

Kupfer

Buntmetalle

Seit Juli steigen die Lagerbestände für Kupfer an der LME (London Metal Exchange), was darauf hindeutet, dass wenig Kupfer verbraucht wird und die Nachfrage weltweit zurückgegangen ist. Insgesamt zeigen die Kupferpreise wenig Bewegung. Sie leiden unter einem starken US-Dollar und der Sorge vor weiteren Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Federal Reserve. Auf dem deutschen Kupfermarkt herrscht nach wie vor „Flaute“. Die Nachfrage nach Kupferschrotten ist träge und viele Qualitäten sind schlichtweg nicht verkäuflich.

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Schrottmarktbericht August 2023

Kaum Aktivitäten am Stahlschrottmarkt

Betriebs- und Werksferien sind die Gründe für den schwachen Schrottzulauf und den geringen Absatz. Die Werke im In- und Ausland meldeten wenig Bedarf. Die Preise haben sich demzufolge noch einmal abgeschwächt. Je nach Sorte und Qualität reduzierten sich die Preise zwischen € 5,00/t und € 20,00/t. Immer wenn das Schrottpreis-Niveau in Europa niedrig ist, wird der Export nach Asien Richtung Indien, Pakistan und Bangladesch interessant. Bessere Exportpreise und die gute Verfügbarkeit an Containern belebten diesen Monat dieses Geschäft. Davon profitierte in erster Linie die Stahlschrottbranche im Norden und Firmen mit Wasseranschluss. Werke im Süden, die hauptsächlich auf den italienischen Stahlmarkt angewiesen sind, können hier aus Frachtgründen nicht partizipieren.

Aussichten

Die Auftragslage der Stahlindustrie, besonders für die Fertigung von Betonstahl, wird sich durch die Konjunkturschwäche im Bausektor auch in den kommenden Monaten nicht verbessern. Die Läger für Fertigprodukte sind übervoll und die Nachfrage nach Stahlschrott für dieses Segment wird sich nicht verbessern. Sollte die Automobilindustrie anziehen und sich die Nachfrage nach Flachstahl und Feinblech steigern, wäre zumindest für die kommenden Monate mit einer größeren Nachfrage zu rechnen. Der Schrottzulauf wird jedoch deutlich schwächer ausfallen, da sich die Konjunkturschwäche auf viele Industriebetriebe negativ auswirkt. Wenig Produktion bedeutet eben auch wenig Abfall.

Metalle

Die Metallmärkte zeigen sich Ende August schwach. Hauptursache dafür ist die schleppende Konjunktur in der Volksrepublik China, dem größten Verbraucher von Industriemetallen.

Legierter_Schrott

Nickel

Auch wenn die Nickel-Notierung für die Berechnung von Edelstahl und Edelstahlschrott nicht mehr das Maß aller Dinge ist, so ist doch festzustellen, dass sich im Laufe des Monats der Nickel-Kurs von US$ 22.500,00/t auf US$ 20.000,00/t abgeschwächt hat. Nichtsdestotrotz war die Nachfrage nach Edelstahlschrott, trotz Ferienzeit, zufriedenstellend. Mangels Angebots wurden teilweise höhere Preise bezahlt.

Aluminium

Aluminium

Die Nachfrage am deutschen Aluminiummarkt hat sich deutlich abgeschwächt. Mehrwöchige Betriebsferien, aber auch der schwache Aluminiumverbrauch der Baubranche, werden als Gründe angeführt. Wie der Branchenverband Aluminium Deutschland (AD) mitteilte ist die Aluminiumproduktion in Deutschland im II. Quartal erneut deutlich gesunken. Das Produktionsvolumen bei den Primäraluminiumhütten ging um knapp die Hälfte zurück, im weiterverarbeitenden Halbzeug-Bereich lag der Rückgang im zweistelligen Prozentbereich. Die Preise bewegen sich auf sehr niedrigem Niveau. Die Blockpreise sind noch einmal gesunken, während die Preise für Sekundär-Schrotte nahezu unverändert blieben. Auch im Primärbereich zeigte sich wenig Bewegung. Die Börsennotierung war nahezu konstant und lag zwischen US$ 2.050,00/t und US$ 2.150,00/t (Quelle: Commerzbank Research, MBI NE-Metalle Monitor 25.08.2023).

Kupfer

Buntmetalle

Die Konjunkturschwäche macht sich auch bei Kupfer bemerkbar. Die Nachfrage nach dem roten Metall hat sich deutlich abgeschwächt. Laut den jüngsten Zahlen der International Copper Study Group war der Kupfermarkt in der ersten Jahreshälfte deutlich überversorgt. Das Angebot übertraf die Nachfrage um gut 200 Tsd. Tonnen. Mit den zu Ende gehenden Sommerferien wird sich zeigen, welchen Bedarf die Kupferhütten für die nächsten Monate anmelden. Bei einem schwachen Kupferkurs haben sich die Abschläge im August noch einmal erhöht.

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Schrottmarktbericht Juli 2023

Flaute im Schrottgeschäft – kein Aufschwung in Sicht

Wie erwartet haben sich die Stahlschrottpreise im Monat Juli noch einmal abgeschwächt. Die Abschläge fielen, je nach Werk und Sorte, unterschiedlich aus. Nachdem die italienischen Verbraucher im Vormonat ihre Preise drastisch zurückgenommen haben, zogen die übrigen EU-Länder in diesem Monat nach. Die Werke in Deutschland, der Schweiz und den benachbarten europäischen Ländern orientierten sich an den Vormonatspreisen ihrer Kollegen in Italien und passten die Preise entsprechend an. Je nach Werk und Sorte waren Preisabschläge zwischen € 10,00/t und € 30,00/t zu verzeichnen. Was die Stahlschrottbranche jedoch viel mehr belastet als die Preise ist die äußerst schwache Nachfrage und der Ausblick auf die kommenden Monate. Die Wirtschaft befindet sich nach dem II. Quartal in einem schwierigen ökonomischen Umfeld. Die Absatzsituation für Betonstahl sowie für Flachstahl ist äußerst bescheiden. Viele Elektrostahlwerke befinden sich bereits in den Ferien oder gehen in Revision. Auch im Tiefseemarkt war es ruhig. Die Nachfrage der türkischen Verbraucher war weiter rückläufig. Trotz der Erhöhung des Leitzinses von 8,5 auf 15 % ist der Druck auf die türkische Lira sehr hoch und verteuert die Rohstoffkosten der türkischen Stahlwerke.

Aussichten

Die schwache Baukonjunktur wirkt sich auf die Hersteller von Betonstahl und Stahlträgern besonders negativ aus. Produktionskürzung und Kurzarbeit sind die Folge. Mit einer Marktbelebung wird nicht gerechnet. Für August ist mit noch weniger Bedarf als im Monat Juli zu rechnen. Die IKB Deutsche Industriebank geht in ihrer aktuellen Rohstoffpreis-Information vom 06. Juli 2023 bis Ende des III. Quartals von weiter fallenden Stahl- und Schrottpreisen aus.

Metalle

An den Industriemetallmärkten herrschte wenig Bewegung. Nach kurzzeitig leichten Anstiegen senkten sich die Notierungen teilweise noch am gleichen Tag und pendelten sich auf unverändertem Niveau ein.

Legierter_Schrott

Nickel

Die Auftragslage der europäischen Edelstahlwerke ist schlecht. Versuche der Werke, durch Preissenkungen mehr Aufträge zu generieren, zeigten bislang keine Wirkung. Die Preise für Ferrochrom haben deutlich nachgegeben und wirken sich auf die Vergütungspreise für Edelstahlschrotte aus.

Aluminium

Aluminium

Die Aluminiumpreise an der Londoner Metallbörse notierten konstant zwischen US$ 2.100,00 und US$ 2.200,00. Die Prämien für Halbzeug fähige Aluminiumschrotte blieben nahezu unverändert. Einige Qualitäten lassen sich nur schwer absetzen. Im Sekundärbereich haben die Blockpreise deutlich nachgegeben, trotzdem blieben die Schrottpreise auf unverändertem Niveau. Die Auslastung der Werke ist gut und die Nachfrage derzeit größer als das Angebot an Sekundärschrotten. Die Aluminiumnachfrage der Industrie ist aktuell rückläufig und geht einher mit den Betriebsferien vieler Aluminiumschmelzwerke.

Kupfer

Buntmetalle

Fallende Kupferbestände im Juni von 37 % in den LME-Lagerhäusern und Produktionsrückgänge in Chile hatten auf die Kupfernotierungen keinerlei Auswirkungen. Die Nachfrage nach Kupferschrotten war in den Vormonaten schon schlecht und wird sich auch in den kommenden Wochen mit Beginn der Ferien nicht ändern. Die IKB-Industriebank erwartet bis Ende des III. Quartals 2023 einen steigenden Kupferpreis und sieht die Notierung bei einer Marke von US$ 8.500,00/t (Quelle: IKB-Rohstoff-Information Juli 2023).

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Schrottmarktbericht Juni 2023

Quo Vadis Schrott?

Es ist Juni und es fühlt sich an wie im August. Der Bedarf der Stahlwerke ist schwach, die Nachfrage nach Stahlerzeugnissen rückläufig und das Schrottaufkommen mäßig. Die Konjunktur ist ins Stocken geraten und doch will keiner das Wort Krise in den Mund nehmen. Tatsache ist, dass sich die Produktion im produzierenden Gewerbe verringerte und infolgedessen die Schrottmengen zurückgingen. Auch Stimmungsindikatoren wie der ifo Geschäftsklimaindex schätzten zuletzt die Lage und Perspektive der Weltwirtschaft wenig optimistisch ein. All diese Fakten drückten auf die Preise. Ein wenig Aufwind bekam die Stahlschrottbranche vom Exportmarkt. Hier profitierten vor allen Dingen die Betriebe im Norden, Westen und in Mitteldeutschland besonders auch jene, die über Wasseranschluss verfügen. Berichtet wird hier von einem Preisrückgang von € 20,00/t über alle Sorten. Im Süden dagegen war die Abhängigkeit von den italienischen Stahlwerken deutlich zu spüren. Diese nahmen ihre Preise je nach Sorte zwischen € 30,00/t und € 50,00/t zurück. Wer Schrott verkaufen wollte, hatte wenig Verhandlungsspielraum. Ein Nord-Süd-Gefälle wird immer deutlicher und die monatlich abgebildeten Durchschnittspreise der IW Consult tragen der tatsächlichen Preissituation im Süden wenig Rechnung.

Aussichten

Die italienischen Werke haben bereits ab Mitte Juli ihre Sommerpause angekündigt und werden frühestens im September wieder am Marktgeschehen teilnehmen. In einigen Bundesländern beginnen im Juli die Ferien, so dass einige Verbraucher ihre Produktion ebenfalls zurückfahren und Stillstände von bis zu drei Wochen angekündigt wurden. Das bedeutet eine äußerst schwache Schrottnachfrage. Es ist mit weiter fallenden Preisen zu rechnen.

Metalle

Die Nachfrage nach Industriemetallen ist angesichts der schlechten Konjunkturdaten rückläufig. Eine Erholung ist vorerst nicht in Sicht.

Legierter_Schrott

Nickel

Die Nickelnotierung hat sich nach einem längeren Abwärtstrend endlich wieder stabilisiert und notiert aktuell bei US$ 22.000,00/t. Leider hat die Notierung wenig Auswirkung auf die Vergütungspreise für legierten Stahlschrott. Die Nachfrage der Werke ist äußerst gering und die Vergütung für die Nickelinhaltspreise gehen weiter zurück. Für Juli wurden bereits niedrigere Preise für Ferrochrom angekündigt, was sich ebenfalls negativ auf die legierten Stahlschrottpreise auswirken wird. Die gefallenen Stahlschrottpreise schlagen sich im Fe-Grundpreis ebenfalls nieder.

Aluminium

Aluminium

Im Vergleich zu allen anderen Industriemetallen ist Aluminium noch am freundlichsten. Auch wenn die Primärnotierung leicht zurückging, so waren die Auf- und Abschläge auf Halbzeug fähige Aluminiumsorten relativ konstant. Im Sekundärbereich fiel die Nachfrage sehr gut aus. Angebot und Nachfrage hielten sich die Waage und die Aluminiumschrottpreise waren nahezu unverändert. Aktuell fallen die Blockpreise was bedeutet, dass die Preise im Sekundärbereich deutlich nachgeben werden.

Kupfer

Buntmetalle

Kupfer hat sich leicht erholt, was jedoch kaum Auswirkung auf die Nachfrage und Abschläge der Kupferhütten hat. Die Absatzmöglichkeiten sind bescheiden. Viele europäische Schmelzwerke haben, aufgrund der schlechten Auftragslage, eine längere Sommerpause angekündigt und fahren die Produktion zurück. Positive Meldungen erreichen uns aus China. Laut Aussage von Experten wurden die schwachen Kupfernotierungen genutzt, um sich neu einzudecken und die Produktion hochzufahren.

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Schrottmarktbericht Mai 2023

Von wegen Wonnemonat Mai

In Deutschland wurden im April, laut der Wirtschaftsvereinigung Stahl, rund 3,2 Millionen Tonnen Rohstahl produziert. Damit ist die Rohstahlproduktion, im Vergleich zum Vorjahresmonat, um 3,8 % gesunken und hat ihren Abwärtstrend fortgesetzt. Das wird sich auch im Monat Mai nicht ändern. Die Stahlwerke meldeten, im Vergleich zum Vormonat, deutlich weniger Bedarf an Stahlschrott und viele Werke haben ihre Produktion nach unten gefahren. Die Auslastung lag im Durchschnitt bei 60 bis 65 %. Ein Werk in der Schweiz und im benachbarten Frankreich hatten über den ganzen Monat hinweg Kurzarbeit gemeldet. Auch in Italien fiel die Nachfrage nach den einzelnen Sorten deutlich geringer aus. Konjunkturbedingt war das Aufkommen an Stahlschrott rückläufig und viele in der Branche gingen zunächst nur von geringen Preisabschlägen aus. Da die türkischen Verbraucher aber nur zu reduzierten Preisen kauften, folgten die deutschen und europäischen Stahlwerke diesem Trend und senkten ihre Preise je nach Sorte und Bedarf zwischen € 30,00/t und € 50,00/t.

Aussichten

Die schwache weltweite Baunachfrage belastet die Betonstahlindustrie und die damit verbundenen Stahlwerke. Experten erwarten, dass der europäische Bausektor noch bis mindestens Ende 2023 durch die hohen Energiepreise und Zinssätze gebremst wird. Fallende Neustahlpreise bei Lang- und Flachstahl sowie eine schwache Nachfrage der Werke nach Stahlschrott werden sich negativ auf die Stahlschrottpreise auswirken. Es wird mit einem Rückgang von € 20,00/t bis € 30,00/t gerechnet.

Metalle

Es herrscht viel Pessimismus an den Rohstoffmärkten. Alle an der Börse notierten Industriemetalle haben seit April, aufgrund von Konjunktursorgen, Kursverluste verzeichnet.

Legierter_Schrott

Nickel

Obwohl sich die Einkaufspreise der Edelstahlwerke schon lange nicht mehr an den Kursnotierungen für Nickel orientieren, scheinen die Edelstahlwerke ihre Preispolitik an dem Abwärtstrend von Nickel festzumachen. Die Preise für Edelstahlschrott haben deutlich nachgegeben. Das liegt zum einen am fallenden FE-Grundpreis und zum anderen an der sich deutlich abgeschwächten Nachfrage. Die Aussichten für Juni sind äußerst bescheiden. Chromstahl ist äußerst unter Druck. Die Werke melden wenig Bedarf.

Aluminium

Aluminium

Bei allen fallenden Metallnotierungen hat sich Aluminium am besten gehalten. Im Sekundärmarkt zeigt sich weiterhin eine gute Nachfrage nach Umschmelzblöcken, wobei kaum Mengen in den Export nach Asien gehen. Die Verfügbarkeit an Aluminiumschrotten ist eingeschränkt, da viele Sekundärqualitäten Richtung Asien, vor allen Dingen nach Indien fließen. Im Primärbereich hat sich die Lage etwas entspannt.

Kupfer

Buntmetalle

Der Einbruch der Kupfer-Notierung setzt sich fort. Der Kupferpreis fiel zwischenzeitlich deutlich unter die Marke von US$ 8.000,00/t. Die Kurse schwanken täglich, von einer Erholung kann keine Rede sein. Das Kaufinteresse und der Bedarf der Kupferhütten sind ebenfalls als schwach einzustufen. Trotz fallender Kurse ermäßigen sich die Abschläge nicht.

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Schrottmarktbericht April 2023

Stahlschrottpreise relativ konstant – Schrottverfügbarkeit knapp

Die knappe Schrottverfügbarkeit und eine verhaltene Nachfrage der Werke hielten sich in diesem Monat die Waage. Der Bedarf der Werke fiel, wie auch in den Vormonaten, je nach Standort und Auftragslage unterschiedlich aus. Zum Teil wurden Preisdifferenzen einiger Werke, je nach Sorte, zum Vormonat angepasst. Die türkischen Verbraucher konnten in Europa keine Preisreduzierungen durchsetzen und so blieben die Stahlschrottpreise mehr oder weniger unverändert. Der starke Euro gegenüber dem US-Dollar im dollarbasierten Tiefseegeschäft kam erschwerend hinzu, so dass kaum Exporte zu verzeichnen waren.

Aussichten

Die Bautätigkeit in Europa ist nach wie vor schwach und von einer Frühjahrsbelebung kann keine Rede sein. Die Preise für Betonstahl haben leicht nachgegeben und die Werke kämpfen um die Platzierung ihrer Aufträge. Erneute Produktionskürzungen könnten die Folge sein und die Nachfrage nach Stahlaltschrott und Stahlspäne ebenfalls verringern. Der Schrottzulauf zu den Lägern war im April eher mäßig. Ein Lageraufbau war nicht möglich. Inwieweit die türkischen Stahlwerke auf das Marktgeschehen Einfluss nehmen werden, ist aktuell noch nicht absehbar. In der Fachpresse wird berichtet, dass vor den Präsidentschaftswahlen Mitte Mai mit wenig Zukäufen zu rechnen ist. Aufgrund dieser Marktlage und den anstehenden Feiertagen im Mai ist es schwierig eine Prognose für die Entwicklung der Stahlschrottpreise abzugeben. Je nach Sorte liegt die Erwartung von gleichbleibend bis fallend.

Metalle

Die Industriemetalle haben ein volatiles Quartal hinter sich, konnten aber zuletzt wieder Boden gut machen. Die Commerzbank Research geht davon aus, dass die Metallpreise in diesem Jahr aufgrund einer anziehenden Wirtschaftsaktivität in China auf jeden Fall Potential nach oben haben (Commerzbank Research 21.04.2023).

Legierter_Schrott

Nickel

Bei vielen Edelstahl verarbeitenden Betrieben insbesondere im deutschen Baugewerbe fehlt es an Neuaufträgen, so dass die Nachfrage nach Edelstahl seit Jahresbeginn zurückgegangen ist. Die Aufträge im Bereich Heiztechnik und Elektromobilität haben dagegen zugelegt. Die Nachfrage der Edelstahlwerke nach legiertem Stahlschrott hat deutlich nachgelassen. Zum Teil kam günstigere Ware aus Übersee. Die Nickelbörse blieb relativ konstant. Die Preise für Edelstahlschrott waren jedoch rückläufig. Auch für die kommenden Monate wird mit keiner Preissteigerung am Markt gerechnet.

Aluminium

Aluminium

Die Absatzprobleme für Halbzeug fähige Aluminium-Primärschrotte haben sich nur leicht entspannt. Nach wie vor müsste der Bedarf der Automobilindustrie dringend steigen, um die Nachfrage der Aluminiumwerke zu steigern. Aktuell sieht es jedoch nicht danach aus. Einige Aluminiumgießereien planen ihre Produktion im Mai und Juni, mit den Brückentagen über die Feiertage, auszusetzen. Ganz anders sieht es dagegen im Sekundärbereich aus. Trotz fallender Blockpreise bleiben hier die Preise für Aluminium Sekundärschrotte stabil. Markt unterstützend ist hier der Export zu höheren Preisen.

Kupfer

Buntmetalle

Die Kupferpreise an der Londoner Metallbörse LME tendieren derzeit wieder schwächer. Die Prognosen für die Preisentwicklung fallen jedoch positiv aus. So sind in den LME-Lagerhäusern die Kupfervorräte seit dem 03. April von 66.200 auf zuletzt 51.175 Tonnen gefallen. Das spricht durchaus für eine gute Nachfrage bei Kupfer. Ein Signal setzten auch die Kupferhütten in Deutschland. Die Abschläge sind leicht gefallen.

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