Schrottmarktbericht März 2019

Starke Nachfrage im Inland wie im Ausland lassen die Stahlschrottpreise erneut steigen.

Getrieben durch die starke Nachfrage der Türkei, Indien und anderen asiatischen Ländern entwickelten sich die Stahlschrottpreise anders als dies Anfang des Monats von den deutschen und europäischen Werken erwartet wurde. Die Preisverhandlungen waren müßig und zogen sich erneut bis Mitte des Monats hin, da sich die Werke mit der Preisfindung sehr schwer taten.

Letztendlich stiegen die Preise je nach Sorte und Ausgangsbasis zwischen € 5,00/t und € 10,00/t zum Vormonat. Die gute Auftragslage der europäischen Betonstahlhersteller und ein Monat mit den meisten Produktionstagen seit Dezember, wirkten sich positiv auf die Nachfrage aus. Das Schrottaufkommen an Altschrott war Jahreszeit bedingt eher schwach. Der Auftragsrückgang in der Automobilindustrie lässt die Mengen an Neuschrott ebenfalls schrumpfen. Auch der Maschinenbau meldete dieser Tage rückläufige Auftragseingänge.

Aussichten

Seit Wochen mehren sich in Deutschland die Anzeichen für eine abflauende Konjunktur. Jetzt haben auch die Wirtschaftsweisen ihre Prognose gesenkt. Hauptgründe für die geringeren Konjunkturaussichten sind die Produktionsprobleme vor allem in der Automobilindustrie, die einer der größten Arbeitgeber in Deutschland ist. Diese Entwicklung wird auch an der Stahlindustrie nicht spurlos vorbeiziehen. Der Schrottentfall bei den Automobilzulieferern ist bereits zurückgegangen. Trotzdem rechnet die Branche im kommenden Monat mit stabilen Preisen und geht von einer Seitwärtsbewegung der Preise aus.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Gemäß Daten des International Stainless Steel Forum (ISSF) ist die globale Edelstahlproduktion 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 % auf ein neues Rekordhoch von 50,7 Mio. Tonnen gestiegen. Unter den großen Ländern bzw. Regionen, wo Edelstahl produziert wird, trug vor allem China zum Anstieg bei. Demnach produzierte China 26,7 Mio. Tonnen nicht rostenden Stahl, was einem Marktanteil von rund 53 % entspricht. In Europa blieb die Edelstahlerzeugung bei 7,4 Mio. Tonnen fast unverändert.

Die Nickelnotierungen blieben im Verlauf des Monats März relativ stabil. Der gestiegene Fe-Grundpreis sowie Preiserhöhungen für Ferrochrom, lassen die Preise für Edelstahlschrott weiter steigen. Die Prognosen sind gut. Bei einer festen Edelstahlnachfrage sprechen Analysten von weiter steigenden Nickelnotierungen bis Mitte 2019.

Aluminium

Aluminium

Ein Überangebot an Aluminium in Europa und verzögerte Abrufe der Automobilindustrie führten zu einem Rückgang der Blockpreise. Ein Hacker Angriff auf den größten Aluminiumhersteller Norsk Hydro, der große Teile der IT lahm legte, sorgte ebenfalls für Aufregung. Der Markt für Sekundäraluminium ist weiter unter Druck. Die Preise für Sekundärschrotte sind noch einmal zurückgegangen während für Primärschrotte immer noch Prämien bezahlt werden.

Kupfer

Buntmetalle

Auf dem deutschen Kupfermarkt bleiben die Kathodenprämien weiter unter Druck. Dies liegt an einer rückläufigen Nachfrage nach Kathoden, da die Schrottversorgung in den letzten Wochen wegen der anhaltend guten Kupfernotierungen sehr gut war. Am vergangenen Freitag gaben die Kurse jedoch deutlich nach. Der Kupferpreis fiel nach einem Achtmonatshoch von US$ 6.554,00 am Donnerstag auf US$ 6.350,00. Verantwortlich für den Kursrückgang sind demnach die schwachen chinesischen Handelsdaten aus China.

Schrottmarktbericht Februar 2019

Von Preisanstieg bis Preisrückgang – im Monat Februar war alles möglich

Nach dem Preisrückgang der Stahlschrottpreise im Januar zeigten sich die Stahlwerke Anfang des Monats wenig verhandlungsbereit und wollten die Preise unverändert fortschreiben. Ein großer italienischer Verbraucher signalisierte sogar Preisabschläge von 10,00 Euro pro Tonne. Nachdem die Preise im Tiefseemarkt jedoch zunehmend fester wurden und die Nachfrage der türkischen Verbraucher stark anstieg, war es nur eine Frage der Zeit, wann sich das Blatt wenden würde. Die Preise stiegen – aber nicht für alle Sorten in gleicher Höhe und schon gar nicht in jeder Region. In Abhängigkeit der italienischen Stahlwerke stiegen die Preise im Süden Deutschlands nach zähen Verhandlungen zwischen 5,00 und 8,00 Euro pro Tonne. Im Norden, Osten und Westen entwickelten sich die Preise je nach Bedarf und Zeitpunkt des Abschlusses komplett unterschiedlich. Wieder einmal wurde deutlich welch großen Einfluss die türkische Nachfrage auf das Markgeschehen im Inland haben kann.

Aussichten

Für den kommenden Monat wird mit einer guten Nachfrage der Werke gerechnet. Interessant ist, dass die Werke ihre Preise für Walzdraht und Flachstahl um bis zu 35,00 Euro pro Tonne erhöht haben. Das bedeutet, dass nicht mit Preisabschlägen für Stahlschrott zu rechnen ist. Die türkischen Werke haben sich erst einmal eingedeckt und versuchen für Neuabschlüsse die Preise zurückzunehmen. Spannend bleibt, wie sich das Mengenaufkommen entwickeln wird.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Die Nickelnotierungen nahmen im Berichtsmonat zweimal die Marke von 13.000 USD ins Visier und zwar am Anfang und am Ende des Monats. Zur Monatsmitte kam es zu einer starken Kurskorrektur und Nickel sackte auf 12.100 USD pro Tonne ab, um anschließend gleich wieder Fahrt aufzunehmen, gestützt von Spekulationen über eine Verengung des Marktes. Geringe Lagerbestände und ein sinkendes Angebot seien verantwortlich für den Preisanstieg bei Nickel. Dem widersprachen Commerzbank Analysten in einer Researchnotiz: „In den LME-Lagerhäusern fallen zwar die Nickelvorräte weiter, aber auch dies ist nichts Neues. Zudem dürfte die Nickelproduktion in diesem Jahr stark ausgeweitet werden. Wir halten den Preissprung bei Nickel für nicht gerechtfertigt und sehen Korrekturbedarf.“

Aluminium

Aluminium

Am Aluminiummarkt kehrt nach der Aufhebung der US Sanktionen gegen den größten russischen Aluminiumproduzenten erst einmal etwas Ruhe ein. Was jedoch nicht bedeutet, dass sich die Lage entspannt. Wichtigster Partner der Aluminiumindustrie ist und bleibt die Automobilbranche und hier werden rückläufige Bestellmengen gemeldet. Auch der Blockpreis ist erneut unter Druck geraten und hat nachgegeben. Es überrascht daher nicht, dass die Preise für Sekundärschrotte sich nahezu unverändert auf niedrigem Niveau bewegen.

Kupfer

Buntmetalle

China ist nach den Neujahrsfeierlichkeiten zurück am Markt was sich gleich positiv auf die Handelsaktivitäten auswirkte. Kupfer stieg Mitte des Monats deutlich und notierte erstmals seit Anfang Juli 2018 wieder mehr als 6.500 USD pro Tonne. Möglicherweise ist dies auf die nun wieder vorhandene Möglichkeit einer friedlichen Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China zurückzuführen. Außerdem scheinen die angekündigten Konjunkturprogramme in China den Kupferpreis zu stützen.

Schrottmarktbericht Januar 2019

Preisrückrückgang im Stahlschrott

Das neue „Stahlschrott-Jahr“ wurde mit nachgebenden Stahlschrottpreisen eingeläutet. Was im Dezember noch verhindert werden konnte, ließ sich im Januar nicht mehr aufhalten. Viele Werke nahmen die gefallenen Stahlschrottpreise in Richtung Türkei zum Anlass, um ihre Preisforderungen durchzusetzen.

Die Preisabschläge fielen, je nach Werk und Region, unterschiedlich aus. Die italienischen Stahlwerke meldeten einen etwas geringeren Bedarf und konnten sich auf dem Inlandsmarkt gut versorgen. Schließlich hatten die italienischen Händler im Dezember nur sehr wenig verkauft. Die Abschläge bewegten sich hier zwischen € 15,00/t und € 20,00/t. In Deutschland waren die Preisreduzierungen im Süden mit € 30,00/t über alle Sorten am Höchsten. Diese Preise wurden jedoch eher als Abwehrpreise interpretiert, da die Badischen Stahlwerke in Kehl durch Umbaumaßnahmen derzeit nur reduziert produzieren. Im Westen gab es die geringsten Abschläge mit € 10,00/t, im Norden und Osten lagen die Abschläge zwischen € 15,00/t und € 25,00/t.

Aussichten

Die Fachpresse meldete in den letzten Tagen einen hohen Schrottbedarf und niedrige Bestände vieler türkischer Werke. Es soll Abschlüsse zu höheren Preisen gegeben haben. Die Branche geht daher von unveränderten Preisen im Februar aus. Dafür spricht auch die gute Auftragslage der Werke. So lange die Preisverhandlungen im Neustahlbereich noch andauern, werden die Werke weitere Preisabschläge im Stahlschrott vermeiden, um geforderte Preisnachlässe bei ihren Produkten zu verhindern.

Welche Auswirkungen die Importbeschränkungen der EU für bestimmte Stahlerzeugnisse aus Drittstaaten auf die Türkei haben, wird sich erst im Laufe des Jahres zeigen. Sollte die Türkei weniger Stahl exportieren können, würde sich das auch auf den Schrottimport auswirken und könnte zu sinkenden Stahlschrott-preisen führen, da Deutschland im besonderen Maße auf Stahlschrottexporte in Richtung Türkei angewiesen ist.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Entgegen allen Meldungen und Prognosen ist Nickel das einzige Metall, das derzeit einen Aufwärtstrend erlebt. Zum Jahresende erreichte Nickel mit US$ 10.724,00/t seine niedrigste Monatsnotierung und kletterte nun im Laufe des Monats auf über US$ 11.700,00/t mit dem Effekt, dass auch die Preise für Edelstahlschrotte wieder anzogen.

Aluminium

Aluminium

Die Lage am Aluminiummarkt hat sich gegenüber dem letzten Quartal 2018 nicht wesentlich verändert. Die Prämien für Halbzeug fähige Aluminiumschrotte sind noch einmal zurückgegangen, wie im übrigen die Masselprämien für Neualuminium auch. Im Sekundärbereich sind die Preise nach einem kurzen Anstieg wieder rückläufig. Alle Preise sind somit noch immer auf einem sehr niedrigen Niveau. Sollten die Aufträge der Automobilbranche zurückgehen, würde dies auch fallende Blockpreise nach sich ziehen.

Kupfer

Buntmetalle

Über den Jahreswechsel hatte Kupfer die höchsten Verluste zu verzeichnen und notierte zeitweise um die Marke von US$ 5.800,00/t. Neue Hoffnungen auf ein Ende des amerikanisch-chinesischen Handelskrieges ließen die Kurse kurzfristig auf knapp über IS$ 6.000,00/t ansteigen. Pressemeldungen aus China über ein schlechteres Wirtschaftswachstum ließen die Kurse kurze Zeit später wieder fallen. Die Abschläge der Werke haben sich nicht verändert. Die Handelsaktivitäten sind jedoch, gleich dem Wetter, auf dem Gefrierpunkt.

Schrottmarktbericht November 2018

Nach wie vor bestimmt das Niedrigwasser auf den deutschen Flüssen das Marktgeschehen

Das Thema ist in allen Medien, aber ändern wird sich an der prekären Situation erst etwas, wenn der lang ersehnte Regen fällt. Die Bahn ist mehr denn je gefordert, denn die Verfügbarkeit an Waggons ist nicht erst seit dem Niedrigwasser ein Thema. Einen großen Handlungsbedarf auf allen Verkehrswegen sieht der Verbandspräsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Herr Hans Jürgen Kerkoff, und fordert von der Politik Lösungen.

Eine Folge von Versorgungsengpässen bei einigen Stahlwerken führte im November zu leicht steigenden Schrottpreisen. Die Preiserhöhungen variierten zwischen unverändert und € 3,00/t bis € 5,00/t, je nach Bedarf und Sorte. Die Nachfrage nach Stahlschrott war gut, wobei sich die Recyclingwirtschaft im Klaren war, dass es angesichts der logistischen Probleme schwer sein würde fristgerecht auszuliefern.

Die Exportmöglichkeiten per Seecontainer in Drittländer sind nach wie vor gut. Die türkischen Werke verzögerten ihren Einkauf, immer noch in der Hoffnung die Preise senken zu können, was ihnen Ende November auch gelang.

Ein großes Problem haben aktuell die Shredderbetreiber in ganz Deutschland. Aktuell gibt es so gut wie keine freien Kapazitäten für die Verbrennung, der beim Shreddern anfallenden Shredderleichtfraktion. Das hat zur Folge, dass die Shredderbetriebe die Annahme für Karossen drosseln bzw. generell einen Annahmestopp aussprechen.

Aussichten

Das Jahr ist so gut wie gelaufen. Einige Stahlwerke werden aufgrund der logistischen Probleme bereits früher ihre Produktion herunterfahren. Es wird erwartet, dass sich die Preise im kommenden Monat wenig verändern. Während bei den metallverarbeitenden Betrieben die Schrottmengen leicht zurückgehen, ist die Auftragslage der Stahlwerke immer noch auf hohem Niveau.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Nickel ist und bleibt der Verlierer an den börsennotierten Metallen. Erstmals seit Dezember 2017 rutschte Nickel unter die Marke von US$ 11.000,00/t. Die Euphorie hinsichtlich einer starken Nickelnachfrage für Batterien im Rahmen der Elektromobilität, ließ den Preis im ersten Halbjahr 2018 auf fast US$ 16.000,00/t steigen. Obwohl die International  Nickel Study Group ein Angebotsdefizit von 108.000 Tonnen für die ersten drei Quartale bescheinigt, fielen die Kurse (Commerzbank Commodity Research 22.11.2018).
Die Edelstahlwerke nahmen die Preise für Edelstahlschrott deutlich zurück. Eine Verbesserung der Marktlage wird vorerst nicht erwartet.

Aluminium

Aluminium

Nach dem Rückgang der Preise für  Sekundäraluminium vor einigen Monaten, ist nun auch der Primärmarkt betroffen. Die Notierung für Primäraluminium rutschte unter € 1.700,00/t. Zudem gestaltet sich die Absatzlage zum Jahresende hin als schwierig. Die meisten Lieferungen an Halbzeugwerke lassen sich erst für das neue Jahr terminieren.

Kupfer

Buntmetalle

Trotz einem deutlichen Angebotsdefizit an E-Cu Kupfer blieben die Kupferkurse während des gesamten Berichtszeitraums nahezu unverändert. Die Kurse bewegten sich durchschnittlich bei € 5.400,00/t. Mitentscheidend für die weitere Entwicklung des Kupferverbrauchs und der sich entwickelnden Lagerbestände an der LME wird die Wirtschaftsentwicklung in China sein.

Schrottmarktbericht Oktober 2018

Gravierende Logistik- und Versorgungsprobleme durch Niedrigwasser

Die dramatisch niedrigen Pegelstände von Rhein, Neckar und Main haben die Frachtkosten über das Doppelte steigen lassen und führen in mehreren Branchen auch zu Versorgungsengpässen – in unserem Fall sind mehrere Stahlwerke davon betroffen. Die Verlagerung auf Schiene und Straße hat nur wenig Entspannung gebracht. Ganz im Gegenteil, die Waggongestellung der Bahn ist nicht nur seit dem Niedrigwasserstand ein Problem. Bei all diesen Logistikthemen gerieten die Schrottpreisverhandlungen ins Hintertreffen. Auf keinen Fall wollte die Branche weitere Preisabschläge hinnehmen. Bei einigen Sorten wurden die Preise geringfügig angehoben. Im Großen und Ganzen blieben die Preise unverändert.

Aussichten

Auch für den kommenden Monat wird eine Seitwärtsbewegung der Preise erwartet. Für die Sorte 2/8 schließen wir einen leichten Preisanstieg nicht aus, da die Nachfrage seitens der Werke sehr gut ist, und dies bei leicht rückgängigen Mengen. Anders hingegen bei Stahlaltschrott. Hier ist das Aufkommen sehr hoch. Der Abfluss ist, bedingt durch logistische Probleme, sehr schleppend. Die türkischen Werke haben zwar Bedarf, können aber nicht kaufen, da viele Exporteure keine Akkreditive bekommen.

Zunehmende Konjunktursorgen, Angst vor einem Handelskrieg, Streitereien innerhalb und außerhalb der EU – alles Themen, die großen Einfluss auf die internationalen Börsen haben. Die Kurse der Industriemetalle reagierten entsprechend und notierten täglich anders.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Die LME Kursnotierungen für Nickel bewegten sich im Zeitraum der letzten Berichterstattung zwischen US$ 12.200,00 und US$ 12.700,00. Die Nachfrage der Edelstahlwerke nach legiertem Schrott ist sehr verhalten. Die Werke agieren vorsichtig und sind jetzt schon dabei die Lagerbestände abzubauen, um am Bilanzstichtag Ende Dezember die Bestände so niedrig wie möglich zu halten. Nachdem sie die Nickelinhaltspreise bereits letzten Monat zurückgenommen haben wird prognostiziert, dass diese weiter zurückgehen werden.

Aluminium

Aluminium

Wie schon im letzten Monat berichtet, geht die Schere zwischen Primär- und Sekundärmarkt weiter auseinander. Primärschrotte sind nach wie vor gesucht. Gespannt warten die Marktteilnehmer wie der Handelskonflikt zwischen Amerika und Russland weitergeht. Am 12. November läuft die erneut verlängerte Frist der USA ab, bis zu der die Geschäfte mit dem russischen Produzenten Rusal abgewickelt werden müssen. Im Sekundärbereich sind die Blockpreise noch einmal zurückgegangen und werden aktuell zwischen € 1.320,00/t und € 1.380,00/t gehandelt. Dementsprechend sind die Preise für Aluminiumspäne und Aluminium Sekundärschrotte gefallen. Es scheint jedoch, dass hier die Talsohle erreicht ist.

Kupfer

Buntmetalle

Die Kupfernotierungen schwankten in den letzten Wochen zwischen € 5.300,00/t und € 5.450,00/t, haben sich aber in Summe nicht groß verändert. Die Nachfrage der Werke ist gut, wobei sich die Lieferzeiten bereits in das kommende Jahr verschieben. Die Kupferbestände in den Lagerhäusern der LME haben deutlich abgenommen, was für eine gute Nachfrage spricht und auf steigende Kurse hoffen lässt.

Schrottmarktbericht September 2018

Sind fallende Schrottpreise Indikator für fallende Fertigstahlpreise?

Die meisten Stahlwerke starteten nach den Sommerferien mit einer etwas geringeren Nachfrage nach Stahlschrott und das bei zum Teil hohen Lagerbeständen der Stahl Recycling Branche. Dies lag an dem Ferienbedingt schwachen Abfluss an Stahlschrott im August, der geringeren Nachfrage der türkischen Verbraucher, sowie den niedrigen Pegelständen der deutschen Flüsse was dazu führte, dass Schiffe nur maximal bis zur Hälfte beladen werden konnten. Die Stahlwerke konnten somit im September erstmals deutliche Preisabschläge durchsetzen. Die Abschläge waren im Süden mit € 15,00/t und € 20,00/t insgesamt um € 5,00/t höher, als in der Mitte und im Norden Deutschlands. Die italienischen Verbraucher begründeten dies mit einem geringeren Bedarf, auf Grund eines hohen Inlandaufkommens. Die Auftragsbücher der Stahlwerke sind noch gut gefüllt, während das Aufkommen an Neuschrott leicht zurückgeht, da der Auftragseingang bei einigen Automobilzulieferern ins Stocken geraten ist.

Aussichten

Die Nachfrage der Werke nach Neuschrott der Sorte 2/8 hat Ende September zugelegt, was auf unveränderte Preise im Oktober hoffen lässt. Leichte Preiserhöhungen sind ebenfalls nicht auszuschließen. Bei Altschrott sieht die Lage etwas anders aus. Hier ist entscheidend, wie sich die Exportmöglichkeiten in Richtung Türkei entwickeln. Seit Mitte August unterliegen alle gelieferten Stähle aus der Türkei einem Strafzoll in Höhe von 50 %. Wie zu erfahren war haben die türkischen Stahlhersteller alternative Absatzmöglichkeiten für Betonstahl in Südostasien gefunden.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Der schwelende Handelskrieg zwischen den USA und der restlichen Welt hat sich im Laufe des Monats noch einmal verschärft, was sich in erster Linie auf die Börsenbewegung der Industriemetalle ausgewirkt hat. Die Kurse für Nickel waren stark davon betroffen und fielen von US$ 13.650,00/t am 22.08.2018 auf US$ 12.300,00/t Mitte September. In den letzten Tagen war eine leichte Erholung der Nickelkurse spürbar. Die Edelstahlwerke haben aber ihre Einkaufspreise deutlich zurückgenommen und begründen dies mit einer schwächeren Auftragslage, Rückgang der Grundpreise für Eisen und Ferrochrom und höheren Frachtraten. Für das letzte Quartal darf mit weiter fallenden Preisen gerechnet werden.

Aluminium

Aluminium

Die Schere für Aluminium zwischen Sekundär- und Primärmarkt geht weiter stark auseinander. Die Nachfrage für Primärqualitäten ist gut und die Börsennotierungen halten sich noch immer konstant um die Marke von US$ 2.000,00/t. Mit Spannung wird erwartet, wie die Verhandlungen zwischen den USA und dem größten russischen Aluminiumproduzenten Rusal Ende Oktober verlaufen, wenn die gesetzte Frist am 23. Oktober 2018 ausläuft. Sollte Rusal die Produktion kürzen, könnte dies am Weltmarkt zu Versorgungsengpässen führen. In diesem Fall dürfte ein erneuter Kurssprung zu erwarten sein. Am Sekundärmarkt hat ein nicht aufzuhaltender Preisverfall eingesetzt. Die Blockpreise liegen zwischenzeitlich bei  US$ 1.450,00/t. Der Preis für Aluminiumspäne geht nahezu täglich zurück. Die Abnehmerwerke begründen das  mit einem Überangebot von Sekundär Aluminiumschrotten und einer Zurückhaltung der Chinesen auf dem europäischen Schrottmarkt. Die Preise werden auch im vierten Quartal dauerhaft unter Druck bleiben.

Kupfer

Buntmetalle

„Die Preisentwicklung, insbesondere von Kupfer, gilt häufig als vorlaufender Konjunkturindikator, da es primär in der Bauindustrie bzw. für die Infrastruktur verwendet wird und die Investitionsneigung entsprechend die Nachfrage bremst oder anschiebt. Die jüngste Preisschwäche – seit dem Hoch im Juni hat der Kupferpreis knapp 20 % eingebüßt – wird demnach als Bestätigung für die Verlangsamung der Weltkonjunktur interpretiert.“ (Commerzbank, Tagessinfo Rohstoffe). Dieser These widerspricht der kontinuierliche Abbau der LME-Lagerbestände, was auf eine robuste Nachfrage schließen lässt. Die Realität in der Branche sieht anders aus. Aktuell lassen sich Kupferschrotte nur bedingt absetzen. Das Schrottaufkommen übersteigt die benötigten Mengen bei weitem.

Schrottmarktbericht August 2018

Steigende Stahlpreise bei leicht fallenden Schrottpreisen – wie passt das zusammen?

Die Werke argumentieren mit einem Überangebot an Schrott, gestiegenen Frachten durch Kleinwasserzuschläge bei dem anhaltenden Niedrigwasser und gefallenen Schrottpreisen im Export. Bei € 5,00/t Abschlag waren die Bücher schnell geschlossen. Allem Anschein nach wollten Händler, wie Stahlwerkseinkäufer in die Ferien oder durch Hinauszögern der Verhandlungen eventuell höhere Abschläge verhindern. Denn mit der Anhebung der Importzölle am 10.08.2018 auf türkischen Stahl wuchs die Verunsicherung am Schrottmarkt erheblich. Die Türkei ist nicht nur der größte Schrottimporteur der Welt, sondern spielt auch beim Absatz für Stahlaltschrott in Europa eine wichtige Rolle. Die in Europa anfallenden Mengen an Stahlaltschrott können nicht alle in Europa verarbeitet werden und müssen daher exportiert werden. Laut Angaben von SteelData waren dies im ersten Halbjahr 2018 rund 6,5 Mio. Tonnen (BVSE Schrottmarktinfo Nr. 118). Bei einem Überangebot an Schrott ist die Gefahr eines Preisverfalls besonders groß. Außerdem werden die türkischen Werke versuchen ihren Stahl anderweitig abzusetzen und das, wenn nötig, zu Dumpingpreisen. Dies wiederum würde die italienischen Stahlwerke besonders hart treffen und sich wiederum negativ auf die Stahlschrottpreise auswirken.

Aussichten

Auf Grund der internationalen Entwicklung rechnet die Branche mit einer Preisreduzierung von mindestens € 20,00/t. Auch wenn die europäische Stahlindustrie gut ausgelastet ist und die in Kraft getretenen EU-Schutzmaßnahmen greifen und dadurch verhindern, dass Europa mit günstigem, ausländischem Stahl überflutet wird, so haben die jüngsten Auswirkungen der Trump-Politik großen Einfluss auf die Entwicklung der Schrottpreise, was den Export in Richtung Türkei angeht.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Die Nickelkurse haben in den letzten Wochen deutlich nachgegeben, was der Nachfrage nach Nickel legierten Schrotten aber keinen Abbruch tut. Auch die Chrompreise haben sich ermäßigt, jedoch nicht so stark wie befürchtet. Angebot und Nachfrage werden nach der Sommerpause sicherlich für einen leichten Aufschwung sorgen.

Aluminium

Aluminium

Der Aluminiummarkt ist zweigeteilt. Während Halbzeug fähige Aluminiumschrotte noch gut absetzbar sind, spitzt sich die Lage am Sekundärmarkt deutlich zu. Aktuell rufen sämtliche Automobilhersteller deutlich weniger Aluminium als erwartet ab. Die Blockpreise für gängige 226er Legierungen sind bereits unter die Marke von € 1.600,00/t gefallen. Die Preise für Aluminiumspäne und andere Sekundärschrotte fallen täglich.

Kupfer

Buntmetalle

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China belastet nach wie vor den Kupfermarkt und beeinflusst nahezu täglich das Börsengeschehen. Ein Auf und Ab an der LME erfordert von den Marktteilnehmern starke Nerven. Dagegen sorgte die schwebende Streikandrohung in der chilenischen „Escondida Mine“ für relativ wenig Bewegung. Nach langem Ringen konnten sich die Tarifpartner letztendlich einigen und somit einen Streik verhindern. Noch gibt es wenig Handelsaktivitäten, da einige große Kupferhütten zum 30. September ihren Jahresabschluss haben und bis zu diesem Zeitpunkt keine Ware annehmen.

Schrottmarktbericht Juli 2018

Die Talfahrt der Metallnotierungen geht weiter

Die Preisverhandlungen verliefen, auf den Punkt gebracht, „kurz und schmerzlos“. Die Preise wurden ohne Veränderungen zum Vormonat fortgeschrieben. Die Nachfrage der Werke, insbesondere nach Neuschrott Sorte 2/8, ist nach wie vor sehr hoch. Interessant zu erfahren, dass seit zwei Wochen die Preise für Betonstahl, der in Südeuropa hergestellt und verkauft wird, steigen. Dabei scheinen einige italienische Werke die Verkaufsmengen zu begrenzen, um den Lagerstand zu halten (Metal Bulletin 13.07.2018). Vielleicht spekulieren die Werke auch auf eine höhere Nachfrage und steigende Preise, wenn die EU-Schutzmaßnahmen am 19.07.2018 in Kraft treten.

Aussichten

Trotz Werksschließungen, bedingt durch Urlaub und Revisionen, sind die Werke dabei, sich bereits für August Mengen zu sichern, was darauf schließen lässt, dass das Angebot beschränkt ist und die Preise auch im kommenden Monat auf Juli Niveau fortgeschrieben werden. Verkäufe aus den USA in Richtung Türkei zeigen, dass die Preise gestiegen sind. Die angebotenen Schrottmengen aus dem Tiefseemarkt scheinen begrenzt zu sein, was bedeutet, dass die Stahlschrottpreise eher steigen als fallen werden.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Ganz anders sieht es dagegen im legierten Bereich aus. Nickel war in den letzten Wochen von den fallenden Kursen der Industriemetalle nicht so stark betroffen, ist seit gestern jedoch auf ein 3-Monatstief von US$ 13.400,00/t gefallen. Zeitgleich ist auch der Bedarf der Edelstahlwerke zurückgegangen. Hier machen sich die bevorstehenden Werksferien bemerkbar.

Aluminium

Aluminium

Am Aluminiummarkt hat sich die Lage ebenfalls eingetrübt. Marktteilnehmer rechnen trotz aller handelspolitischen Unsicherheiten weiterhin mit sinkenden Preisen. Die Prämien für Primäraluminium sind auf Januar Niveau zurückgefallen. Vom Abwärtstrend ist der Sekundärbereich jedoch stärker betroffen. Die Blockpreise ermäßigten sich auf € 1.680,00/t. In Anbetracht der Werksferien in Italien und dem dadurch geringeren Bedarf an Aluminiumschrotten fallen die Preise für Aluminiumspäne täglich. Durch den konjunkturbedingt hohen Schrottanfall und die geringere Nachfrage ist mit weiter fallenden Preisen zu rechnen.

Kupfer

Buntmetalle

Der Handelskrieg zwischen den USA und China überschattet weiterhin die Metallmärkte. Die Metallpreise fallen täglich. Sorgen, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China eskaliert, sowie Befürchtungen, dass sich die Wirtschaft in China abkühlt, lasten schwer auf den Notierungen. Aktuell gibt zudem der feste US-Dollar den Preisen Gegenwind. Kupfer notierte heute bei rund US$ 6.100,00/t. Zum Vormonatsbricht sind das noch einmal US$ 500,00/t weniger. Zink ist ebenfalls stark gefallen und verlor seit Mitte Juni 23 % an Wert. Damit rutschte Zink erstmals seit 13 Monaten unter US$ 2.500,00/t. Fallende Kurse sind das Eine, aber ein Überangebot an Kupferraff-Qualitäten das Andere. Seit den Einfuhr-beschränkungen in China bleiben Kupferkabel zur weiteren Aufbereitung in Europa. Die vorhandenen Kapazitäten sind erschöpft und gutes Zweiergranulat ist nur schwer zu verkaufen. Die Kupferhütten sind voll und der Absatz für Kupfergranulat gestaltet sich schwierig.