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  2017-11-27: Schrottmarktbericht November 2017
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Schrottmarktbericht November 2017

Das Jahr ist so gut wie gelaufen. Durch die immer noch anhaltenden logistischen Probleme im Abfluss des Materials wurden die Novemberverträge mit Italien mit einer Auslieferungsfrist bis 15.12.2017 abgeschlossen. Danach wird es schwierig überhaupt noch Ware nach Italien zu versenden, da die italienische Bahn den Schienenverkehr ab diesem Datum bis zum Ende der Weihnachtsfeiertage einstellt. Wider Erwarten haben die Stahlschrottpreise, nach den Abschlägen im Oktober, wieder angezogen. Je nach Abschluss im Vormonat erhöhten sich die Preise um durchschnittlich € 5,00/t bis € 10,00/t. Die Auftragslage der Werke ist gut und die Nachfrage nach Stahlschrott hält an. Nicht alle Werke konnten sich mit den gewünschten Qualitäten eindecken. Neuschrotte insbesondere Pakete sind gesucht.
Ein sich zuspitzendes ernsthaftes Problem ist die mangelnde Waggonversorgung, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich, Polen und Italien. Der dadurch erhöhte Bedarf an LKW Frachtraum ist daher nur selbstverständlich. Die Bahn ihrerseits verharrt in Stillschweigen und zeigt keinerlei Lösungsansätze auf, die es offensichtlich auch nicht gibt, da in Zeiten der schwachen Nachfrage nach Stahlschrott in den letzten zwei Jahren, Kapazitäten abgebaut wurden und jetzt bei Hochkonjunktur nicht mehr zur Verfügung stehen.
Aus China kommt derzeit sehr wenig Stahl nach Europa. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Ausfuhren um 35 % auf 4,98 Mio. Tonnen zurück. Das war die geringste Menge seit Februar 2014. Wie die Commerzbank in ihrem Commoditiy Research berichtet, haben die chinesischen Stahlproduzenten mehr Stahlprodukte im Land behalten, um in den Wintermonaten bei gedrosselter Produktion auf die heimische Nachfrage reagieren zu können. Die europäischen Stahlwerke und die gesamte Stahlrecyclingbranche profitieren davon, während die Verbraucher höhere Preise in Kauf nehmen müssen.

Aussichten

Der aktuell optimistisch gestimmte türkische Inlandsmarkt unterstützt die positive Stimmung bei den Exporteuren, die versuchen höhere Preise durchzusetzen. Da die Preise in den Tiefseelägern zwischenzeitlich anziehen und die Frachtraten auf den wichtigen Routen hoch sind, werden hier steigende Preise erwartet. Die Verbraucher in Italien werden ebenfalls ihre Preise erhöhen müssen, um jahresübergreifende Abschlüsse tätigen zu können.

Legierter Schrott

Die Erwartungshaltung, dass die Nickelkurse in Folge einer hohen Nachfrage hinsichtlich der Entwicklung des Elektromobils weiter steigen werden, hat sich nicht bestätigt. Die Kurse verloren Mitte November fast 3 % und fielen auf US$ 11.350,00/t. Zum Monatsende haben sich die Kurse wieder auf US$ 11.900,00/t erholt. Auch wenn die Internatioal Nickel Study Group (INSG) letzte Woche noch von einem Angebotsdefizit von 54,3 Tausend Tonnen sprach, so meldet die Commerzbank in ihrem Commodity research vom 24.11.2017, dass der größte indonesische Nickelproduzent im nächsten Jahr 11 Mio. Tonnen Nickelerz verkaufen will. Das wären 160 % mehr als in diesem Jahr.

Aluminium

Auch bei Aluminium waren deutliche Kursschwankungen zu verzeichnen, verbleibt aber immer noch auf einem stabilen Niveau. Die Aluminiumschmelzwerke sind insgesamt im Sekundärbereich alle sehr gut bevorratet. Die Abschläge für Halbzeug fähige Legierungen haben sich erneut erhöht und die Prämien für Primärlegierungen gingen leicht zurück.

Kupfer

Auch bei Kupfer erlebten wir deutlich fallende und dann wieder steigende Kursnotierungen. Wie immer ist es schwierig bei diesem Metall genau die Gründe für die Kursschwankungen zu erfahren. Wichtig zu beobachten ist vielleicht der erneute Streik in der weltweit größten „Escondida“ Kupfermine in Chile. Die Abschläge der Kupferhütten auf die aktuellen Börsenkurse sind unverändert hoch. Die Bevorratung der Hütten ist gut und Verkäufe gestalten sich nach wie vor schwierig.

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