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  2017-10-28: Schrottmarktbericht Oktober 2017
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Schrottmarktbericht 2017

Langweilig wird es derzeit im Stahlgeschäft nicht. Es könnte alles so schön sein. Die Auftragslage der Stahlwerke im Inland, so wie im benachbarten europäischen Ausland ist mehr als zufriedenstellend. Der Stahlschrotteingang ist durch eine anhaltend gute Konjunktur ebenfalls gut, was die Zahlen des Wirtschaftsverbandes Stahl- und Metallverarbeitung bestätigen. Was also sorgt für Unruhe im Markt?
Anfang Oktober war es die Meldung über fallende Schrottpreise in Höhe von 30 bis 40 Euro pro Tonne, nachdem die türkischen Verbraucher sich am Markt billiger mit Stahlschrott eindecken konnten. Dann war es der Engpass bei der Versorgung der Stahlwerke mit Graphitelektroden und deren rasante Preissteigerung. Und schließlich die sich zuspitzenden logistischen Probleme, verursacht durch das Absenken der Schienen in Rastatt. Auch wenn dieser wichtige Streckenabschnitt für den Bahnverkehr seit Anfang Oktober wieder frei gegeben ist, so spitzt sich die Lage im Güterverkehr, insbesondere für die Stahlschrottbranche, weiter zu. Die Bahn ist hoffnungslos überfordert. Es gibt weder Waggons noch Zulaufnummern für die Streckenabschnitte Richtung Italien. Ganz aktuell sorgt auch noch ein Betriebsunfall am Brenner für eine Sperrung des Schienenverkehrs. Die Folgekosten sind für die Branche sehr hoch und zusätzlich belastend.
Rückblickend ist festzuhalten, dass sich die Stahlschrottpreise im Oktober um durchschnittlich 20,00 Euro pro Tonne ermäßigten. Nicht alle Werke konnten sich mit den gewünschten Mengen eindecken. Die Lieferprobleme des Handels, wie oben geschildert, sorgen bis dato für zusätzliche Engpässe.

Aussichten

Aktuell besteht kein Anlass, die Preise für Stahlschrott weiter zu senken. Die ersten Preisabschlüsse im Tiefseegeschäft liegen höher als noch im Oktober. Wir gehen von einer Seitwärtsbewegung aus, möchten aber eine leichte Preiserhöhung nicht ausschließen.

Legierter Schrott

Nach dem Höhenflug der Nickelnotierung Anfang September und der nachfolgenden Konsolidierung in den letzten Wochen nahm Nickel erneut an Fahrt auf, scheiterte jedoch bei der wichtigen Marke von 12.000 USD je Tonne und notiert nun wieder 500 USD tiefer. Es bleibt der Eindruck bestehen, dass spekulative Anleger den Markt bestimmen. Nichts desto trotz war der Ausblick der International Nickel Study Group (INSG) diese Woche recht zuversichtlich. Sie rechnet damit, dass der Nickelmarkt im nächsten Jahr zum dritten Mal in Folge ein Angebotsdefizit aufweist. Wie die Commerzbank in ihrem aktuellen Tagesinfo Rohstoffe schreibt, wird durch die Elektromobilität mit einer steigenden Nachfrage nach Batterien mit Nickel gerechnet. Kurzfristig geht die Commerzbank allerdings erst einmal von einer Preiskorrektur nach unten aus.

Aluminium

Bei Aluminium spielte sich Ähnliches ab wie bei Nickel. Die Kurse sind zwar kurzfristig gefallen, haben sich aber gleich wieder nach oben bewegt. Aluminium notiert aktuell felsenfest. Im Primärbereich sieht das Angebot laut MBI NE-Metalle Monitor vom 20.10.2017 nicht so gut aus. Im Sekundärbereich ist das Angebot dagegen ausreichend. Aluminiumschrotte sind ausreichend verfügbar. Hier tendieren die Preise leicht rückläufig.

Kupfer

Zum ersten Mal seit Sommer 2014 haben die Kupferpreise wieder die Marke von 7.000 USD pro Tonne überschritten. Die Kurse fielen aber schon nach geraumer Zeit, was laut MBI NE-Metalle Monitor auf Gewinnmitnahmen und einen festeren Dollar zurückzuführen ist. Bis auf weiteres ist von volatilen Preisen auszugehen. Nach wie vor sind die Abschläge der Hütten auf die LME Kupfernotierung sehr hoch. Auch die Lieferzeiten bei Neuabschlüssen schieben sich weit nach hinten.


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