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  2010-01-25: Schrottmarktbericht Januar 2010
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Schrottmarktbericht Januar 2010

Das neue Jahr startete bei einer deutlich gestiegenen Nachfrage der meisten Stahlwerke mit einer Preiserhöhung. Die Vertragsverhandlungen zogen sich lange hinaus, da die meisten Werke erst am 11. Januar 2010 wieder starteten.
Nach der eher überraschenden Preissteigerung im Dezember um ca. 30,00 EUR/to stiegen die Preise im Januar je nach Sorte noch einmal um 20 bis 30 EUR / to. Markt bestimmend war die Exportnachfrage vorwiegend aus der Türkei. Auch nach Indien, Indonesien und Malaysia kann zu Konditionen geliefert werden, die über den Inlandspreisen liegen.
Aufgrund der bei vielen Metall verarbeitenden Betrieben gestiegenen Produktion hat der Entfall an Neuschrotten zugenommen. Dem gegenüber steht auch wieder eine gute Nachfrage der Stahlwerke. Bedingt durch das strenge Winterwetter vor allen Dingen in Nord- und Ostdeutschland kam der Zulauf an Sammelschrott, sprich Altschrott fast zum Erliegen, so dass hier mit einer Verknappung des Vormaterials für Scherenschrott zu rechnen ist.

Ganz anders sieht es auf dem Gießereimarkt aus. Die Auftragslage der Gießereiindustrie hat sich nur unwesentlich verbessert. Hier gibt es wegen der bisher schwachen Nachfrage nach Gießereischrotten immer noch Überhangmengen. Eine Preiserhöhung ließ sich hier zum Teil nicht realisieren.

Aussichten

Weltweit ist es den Baustahlherstellern nicht gelungen, die gestiegenen Schrottpreise auf den Produktpreis umzulegen. Eine weitere Schrottpreiserhöhung würde dazu führen, dass die Produktion in manchen Werken eingeschränkt würde. Die Flachstahlhersteller sind alle wieder gut ausgelastet. Der Schrottbedarf dürfte im Februar mindestens genauso hoch sein wie im Januar. Hinsichtlich der Preisentwicklung gehen wir von unveränderten Stahlschrottpreisen aus.

Legierter Schrott

Nickel ist das einzige Industriemetall, das sich in den letzten Wochen verbilligt hat und der Markt gilt immer noch sehr bescheiden. Während die Notierungen aller anderen Metalle an der Londoner Metallbörse LME stark angestiegen sind, bleibt hiervon Nickel die Ausnahme. Das spiegeln auch die sehr hohen Lagerbestände an der LME was auf eine nur schleppende globale Nachfrage schließen lässt. Im Vergleich zum Vormonat zeigt sich aber eine mittlerweile zunehmende Nachfrage, was sich in den Preisen für legierten Schrott widerspiegelt.

Aluminium

Das Leichtmetall scheint aus seiner Starre, in die es 2009 geraten war, erwacht zu sein. Die Dreimonatsnotierungen an der Londoner Metallbörse haben sich deutlich nach oben geschraubt, die Schrottpreise liegen folglich im Trend. Zufriedenstellend ist auch die Nachfrage nach Aluminiumschrotten, da die Auftragsbücher vieler Aluminiumschmelzwerke wieder voll sind.

Kupfer

Die Notierungen an der Londoner Metallbörse bewegten sich in den ersten zwei Wochen des neuen Jahres auf hohem Niveau. Dieser Trend hält bis heute an obwohl die Preise als äußerst volatil einzustufen sind. Einige Finanzakteure sehen das rote Metall in vielen ihrer Portfolios immer noch unterrepräsentiert. Die reale Nachfrage rechtfertigt hingegen keinerlei Preisanstieg.


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